15. Dezember 2025 – Das Gerät des Elektrikers

Pelle der Photowichtel ist verblüfft, wie schnell ihr ihm sagen könnt, welches der richtige Schattenriss ist.

“Danke.”, bring er heraus, “Ihr habt meinen Ruf gerettet und ich kann der Bürgermeisterin den richtigen Schattenriss im Rathaus aufhängen.” Er überlegt kurz, dann fährt er fort. “Und ihr glaubt wirklich, dass ihr es schaffen könntet, uns alle aus der Schneekugel zu holen?”

“Ja, wir sind uns sicher.”, antwortet Lumo, “Schau, wir haben doch den Fremden bei uns.”

Pelle verzieht das Gesicht. Er scheint immer noch nicht ganz einverstanden zu sein, doch nach kurzem Zögern greift er in eine Schublade und holt die in ein goldenes Stück Stoff eingeschlagene Schattenkugel hervor und enthüllt sie.

Sofort wird es dunkler im Raum. Schattenstreifen wirren aus der Kugel, gleiten an den Wänden und dem Boden entlang, arbeiten sich an Pelles und deinem Körper emport und bilden eine dunkle, zäh wabernde Verbindung. Es wird ganz ruhig und aus der Schattenkugel jagen dunkle Impluse zu euch beiden.

“Gut. Sie gehört dir.”, bringt Pelle widerwillig hervor, “Nimm sie schnell und dann geht, bevor ich es mir anders überlege. Ihr müsst einfach zum nächstn Haus. Schaut, ob der Elektriker da ist. Er ist oft unterwegs.”

Mit diesen Worten überreicht er dir die Kugel und dreht sich rasch um. Schnell steckt ihr die Schattenkugel ein und verlasst das Photoatlier.

Kaum seid ihr am nächsten Haus angekommen, hört ihr Geräsche von der Rückseite. Schnell umrundet ihr das Haus und seht einen einen freundlichen, älteren Wichtel mit einer stämmigen Figur. Er hat ein rundes Gesicht mit rosigen Wangen, einer großen Knollennase und wachen, blauen Augen. Besonders auffällig ist sein langer, voller, weißer Bart, der einen Großteil seines Gesichts bedeckt. Er hat einen fröhlichen, lächelnden Ausdruck.

“Eines ist sicher:” sagt Lumo, “Er ist für die Arbeit im Freien und bei Kälte hervorrangend gerüstet.”

Das scheint, dir auch so, denn er trägt einen stabilen, gelben Bauhelm und ist in einen dicken, braunen Strickpullover mit Rippenmuster gehüllt. Zudem trägt er eine blaue Arbeitshose und feste, braune Lederstiefel mit dener er festen Halt im Schnee stehen. Um seine Taille hat er einen braunen Leder-Werkzeuggürtel mit einer Tasche geschnallt, in der Werkzeuge stecken. Direkt neben ihm im Schnee steht eine rote Kabeltrommel mit aufgerolltem schwarzem Kabel und hinter ihm an der Holzwand des Wichtelhauses hängt ein Sicherungskasten. Er ist ganz klar ein Elektriker.

Der Wichtel vor euch lächelt und sagt: “Hallo Ihr drei. Was macht ihr denn hier. Ich heiße Volti.”

Während er das noch sagt, schwingt er mit der rechten Hand seinen Schraubenzieher. In seiner Linken hält er ein gelb-oranges digitales Multimeter-Messgerät, auf dessen Display er Messwerte ablesen und Informationen eingeben kann. Ein rotes und ein blaues Kabel führen als Messleitungen des Geräts in seine Gürteltasche.

“Hallo Volti. Wie sind hier um das Wichteldorf zu retten und sammeln überall Weihnachtskugel zusammen, die wir dafür benötigen. Hast du auch eine für uns?”

“Nein, das ist meine und die gebe ich nicht gern aus der Hand. Aber – naja, wenn ihr mir helft, dann können wir mal drüber reden. Ich muss hier in dem System eine Info eingeben, damit ich weiß, was ich als nächstes benötige.”, erklärt er, “Könnt ihr das für mich eingeben? Mein Finger sind einfach zu dick und ich tippe immer daneben.”

Schnell nehmt ihr euch der Sache an und tippt die Werte ein, bis deutlich wird, was Volti als nächstes benötigt.

Rätselaufgabe Nr. 15:

Wenn ihr es schafft für Volti die Informationen einzugeben und das Nonogramm auszufüllen, dann schickt es uns bitte. Sagt uns zudem: Was benötigt Volti als nächstes?

Ein Nonogramm löst man, indem man die Zahlen an den Rändern des leeren Gitters nutzt. Sie geben an was man in den senkrechten Spalten oder den waagerechten Zeilen eintragen muss. Man muss zusammenhängende Blöcke von ausgefüllten (in der Regel dann zu schwärzenden) Kästchen finden. Die Zahlen geben dabei die Größe der Blöcke an. Wenn über einer senkrechten Spalte oder neben einem waagerechten Zeile mehrere Zahlen gegeben sind, so muss mindestens ein leeres Feld zwischen den Blöcken liegen.

14 Punkte warten bei einer richtigen Antwort auf dich.
Und wenn du heute noch richtig antwortest erhälst du auch dieses Mal einen Extrapunkt.

Hier das Nonogram zum Download:

Maile uns die richtige Richtung und bestenfalls auch die Erklärung dafür.
Sende uns deine Antwort über “Des Rätsels Lösung”.
Gib dein Team/deinen Namen an und schreibe zudem in das Textfeld Rätselnummer “Lösung Rätsel 15”.

Denke daran, dass du dich erst mit deinem Benutzernamen einloggen musst, bevor du ein Rätsel über den Menüpunkt “Des Rätsels Lösung” einsenden kannst.

Wie immer kannst du uns die Lösung auch als Foto davon mailen
(Achtung, denke dabei daran, dass die Datei höchstens 2 MB groß sein darf – Kameraeinstellung am Handy auf 2 MB oder kleiner stellen oder aber das gemachte Foto komprimieren).

14. Dezember 2025 – Auf zum Photographen

Als du Bilbob, dem Bauarbeiterwichtel, erzählst, wie du die Lichter im Kern des Wichteldorfes im Plan plaziert hast, schaut er auf und lacht.
“Prima,” sagt er, “dann kann ich den Plan ja genauso der Bürgermeisterin geben und schon bald mit dem Aufstellen der Laternen anfangen.”
Sein Lachen wirkt nun hoffnungsvoll und frei.

“Bilbob, wir wollten dich überigens eigentlich nach deiner Weihnachtkugel fragen.”, erklärst du, als du seine gute Stimmung bemerkst, “Du hast doch eine, oder? Wir glauben, dass jeder Wichtel in diesen fünf Häusern eine Weihnachtskugeln sein eigen nennt. Wir suchen die Weihnachtskugel und sammeln sie ein, denn zusammen sind sie der alleinige Weg uns aus dieser Schneekugel zu befreien. Kannst du uns deine vielleicht geben?”

Bilbobs Augen blitzen auf und seine Haare scheinen sich unter der Wichtelmütze aufzustellen.

„Ihr sprecht mich mit Namen an, fragt nach der Kugel und habt ein Problem für mich gelöst. Dann musst du der Fremde sein, der uns möglicherweise die Freiheit wiederschenken kann.”, antwortet Bilbob, “Ja, ihr habt Recht. Ich habe eine Kugel, die mir sehr wichtig ist. Es ist die Licht-Weihnachtskugel. Ich werde Sie euch geben, obgleich es mit ungeheuer schwer fällt.”

Ein dünner Funkenstreif flackert auf. Es ist ein flackerndes silbergelbes Leuchten, das wie ein wandernder Lichtfaden der zunächst über den Boden trippelt. Tomte hebt sofort den Blick und Lumo schaut dich und den Bauarbeiterwichtel erwartungsvoll an.

„Das ist kein natürliches Licht“, murmelt Lumo, „es sucht jemanden.“

Und tatsächlich: Der Funkenfaden bricht plötzlich noch weiter hervor. Bilbob blinzelt. Dann mustert er euch, ernst – viel ernster, als du es dir bei seinem offenen Lachen eben noch vorstellen konntest.

„Ihr… sucht die Lichtkugel?“, spricht er nun und klopft sich ein wenig Staub von der Hose,
„Gut. Aber Vorsicht – es ist nicht alles nur hell, was leuchtet. Ich warne euch mal vor… die Lichtkugel ist ein wenig… äh… temperamentvoll.“

Dann verstummt er greift hinter die Laterne und zieht etwas aus einer verborgenen Öffnung im Laternenmast. Kaum ist es hervorgeholt, bricht bereits ein strahlendes Leuchten hervor – nicht warm wie Kerzenschein, nicht kalt wie Mondlicht, sondern gleißend wie ein lebendiger Strom aus Licht.
Die Kugel ist klar wie geschliffenes Glas, aber im Inneren pulsen Lichtadern, die wie Miniaturblitze tanzen. Sie zuckt, sie flackert, sie atmet Licht.

Und in dem Moment, in dem du sie ansiehst, passiert es: Ein einzelner Lichtfunke schießt hervor – ein zarter Blitz, der sich zwischen dir und der Kugel spannt, wie ein leuchtend gleißender Gruß.

„Oh!“, ruft Lumo und weicht zurück.
Tomte duckt sich – sein Bart knistert leicht. Bilbob schaut dich prüfend an.
„Sie hat dich erkannt. Gut. Jetzt kommt der schwierige Teil.“

Das Licht verschlingt alles –
und füllt den Raum mit gleißenden, tanzenden Blitzen. Es zieht an dir als würdest du in das Reich des Lichtes gesogen. In Gedanken stehst du in einer endlosen, hellen Ebene.
Über dir schießen Lichtbahnen wie Sternschnuppen, unter dir pulsiert ein leuchtender Boden, der zugleich weich und elektrisch leuchtend prickelnd wirkt. Die Kugel schwebt vor dir, heller als zuvor, ihr Inneres jetzt ein ganzer Himmel aus Lichtschleiern. Ein Blitz löst sich aus ihr – er kommt nicht nur auf dich zu, er berührt dich. Sanft. Klar. Rein.

Du spürst:

Du wirst gesehen.
Du wirst erkannt.
Du wirst geprüft.

Dann kommt es dir vor als hörstest du eine Stimme in Deinem Kopf – nicht laut, eher wie ein vibrierender Gedanke:

„Wächter der Tiefe und der Erde hast du bereits geehrt. Nun prüfst du das Licht und das Licht prüft dich. Wirst du es führen – oder wird es dir den Weg zeigen?“

Die Kugel leuchtet auf, greller, greller – bis du für einen Augenblick nichts mehr siehst. Dann bist du wieder vollkommen klar und aus deiner Gedankenwelt befreit. Du siehst die Welt, die Laterne, Bilbob, Lumo und Tomte. Ein Wind aus Licht weht über euch hinweg. Funken stieben. Die Kugel fällt aus Bilbobs Griff sanft in deine Hände – plötzlich ganz ruhig, ganz klar.
Ein feiner Blitz strahlt aus ihr direkt zu deinem Herzen, wo er sich verankert, wie ein neuer Stern in dir. Bilbob schaut staunend zu.

„Bei allen Funken und Lichtgeistern… du… du hast sie wirklich angenommen.“
Er lacht – tief, befreit, warm.
„Die Lichtweihnachtskugel gehört dir. Von jetzt an.“

Die Kugel schimmert nun in deiner Hand – nicht mehr wild, sondern wie eine kleine Sonne, die nur für dich glüht. Bilbob atmet aus.
„Dann… tja. Dann ist mein Teil erfüllt.“
Schnell und ganz vorsichtig bettest du die Lichtkugel zu den anderen Weihnachtskugeln in eurem immer voller werdenden Sack, der aber gar nicht schwerer zu werden scheint.
Bilbob deutet zur Tür und spricht:
„Geht weiter. Ihr musst zur Photowerkstatt zwei Häuser weiter. Die nächste Kugel wartet. Und ihr werdet sie brauchen.“

Ein letzter dankbarer Blick und ich geht durch das Haus zurück und haltet euch in Richtung des Hauses neben dem, was ihr hier zuerst gefunden hattet, als ihr noch nicht alle fünf Häuser erkanntet.

“Ach ich liebe Photos.” ruft Lumo. “Zu unserem Photographen gehe ich gern. Er heißt Pelle. Aber alle nennen ihn nur Pixel-Pelle.”

Schnell lauft ihr zu seinem Haus, in dem sich sein Atelier befindet. Als Lumo bei ihm klopft, hört ihr sofort ein gemütlich klingendes “Immer herein!”

Der Photographenwichtel Pelle steht in seiner warmen, gemütlichen Photowerkstatt. Pelle ist ein kleiner, freundlicher Wichtel mit rundem Gesicht, roten Wangen und einem gepflegten weißen Bart. Sein besonderes Merkmal ist das Monokel, das vor seinem rechten Auge glänzt. Er trägt eine dunkelgrüne Weste, durchzogen von leicht akzentuierten Mustern, die ihm einen elegant-handwerklichen Look verleiht. Unter der Weste trägt er trotz der Wärme seines Ateliers ein wollenes rötliches Hemd. Vor Pelle steht seine große Vintage-Holzkamera auf einem stabilen Holzstativ. Die Kamera ist altmodisch, mit Balgen, Messingbeschlägen und tiefem Holzton – ein echtes Schmuckstück alter Photokunst.

Der Raum um ihn herum ist voller Photographie-Utensilien. Auf Kommoden und Regalen liegen Linsen, Gläser, Entwicklerfläschchen, Schalen und Werkzeuge. An einer gespannten Leine hängen frische Schwarzweiß-Photos zum Trocknen, einige leicht gewellt, wie man es aus der Dunkelkammer kennt. Eine warme Lampe wirft goldenes Licht über den Atelierraum, wodurch ihr sofort eine gemütliche Stimmung empfindet. Pelle selbst wirkt konzentriert und zufrieden, als sei er gerade dabei, sein nächstes Bild vorzubereiten oder die Ergebnisse seiner Arbeit zu betrachten.

“Pelle!”, ruft Lumo aufgeregt, “Wir brauchen deine Weihnachtskugel. Du hast doch eine, oder?”

Pelle blinzelt bei den Worten und ein Zittern scheint durch seinen Körper zu laufen. Er scheint nun etwas weniger gemütlich und eher ein wenig aufgebracht zu sein.
“Woher wisst ihr von meiner Kugel? Licht und Schatten sind nur mein Metier. Das mit meiner Kugel darf niemand wissen und geben kann ich sie euch schon gar nicht.”

“Eh – Der Wächter hat uns gesagt, dass jeder der Inhaber der Häuser eine Kugel hat.”, antwortest du promt, “Und Bilbob hat uns zu dir geschickt. Können wir vielleicht etwas für dich tun, damit es dir leichter fällt uns deine Kugel zu geben? Wir wollen mit ihrer Hilfe, das Wichteldorf aus der Schneekugel retten.”

“Nun, ich habe tatsächlich gerade eine Schwierigkeit.”, antwortet Pelle immer noch murrig aber etwas ausgeglichener.

“Bei meinem Photoplatten ist etwas mit den Schatten schief gegangen. Ich wollte einen Schattenriss unserer fünf Häuser aufnehmen. Aber bei jedem Belichten kam ein etwas anderer Schattenriss zum Vorschein.”, fährt Pelle nach einer kurzen Pause fort, “Jetzt weiß ich nicht welches der richtige Schattenriss unseres Dorfes ist und ich soll ihn doch im Rathausfoyer, dem prächtigen Eingangsbereich aufhängen. Da wäre es schrecklich, ein falsches Bild anzubringen. Wenn es jemandem auffiehle, wäre mein Ruf runiniert.”

“Zeige uns doch mal die Schattenrisse.”, kommst du ihm hilfreich entgegen, “Vielleicht können wir dir sagen, welcher der Richtige ist. Wir haben die fünf Häuser ja schon von weitem gesehen. Das schaffen wir bestimmt.”

Pelle greift zwei Schattenrissbelichtungen von einem Regal. Auf jedem hat er vier Schattenrisse nebeneinandergefügt.
Kaum hat er sie vor euch ausgebreitet, schon beugt ihr euch über die Schattenrisse und versucht den richtigen Schattenriss auszumachen.





Rätselaufgabe Nr. 14:

Nun, musst du uns und dem Photograohenwichtel sagen, welcher der richtige Schattenriss der fünf Häuser ist. Nenne uns einfach den richtigen Buchstaben.

6 Punkte warten bei einer richtigen Antwort auf dich.
Und wenn du heute noch richtig antwortest erhälst du auch dieses Mal einen Extrapunkt.

Hier die Schattenrisse zum Download:

Maile uns die richtige Richtung und bestenfalls auch die Erklärung dafür.
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Gib dein Team/deinen Namen an und schreibe zudem in das Textfeld Rätselnummer “Lösung Rätsel 14”.

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13. Dezember 2025 – Der Straßenarbeiterwichtel


Als du Bruna, der Erdwichtelin, erzählst, wieviele Möhren noch da sind, wird ihr Lächeln breiter. Sie hält sie inne. Erst ein Atemzug. Dann macht sie einen zweiten Atemzug. Sie blinzelt.

“Bruna.”, beginnst du fragend, “Ist alles in Ordnung? Können wir vielleicht noch einmal wegen unserer Suche nach den Weihnachtskugeln reden? Hast du eine? Oder kennst du jemanden, der uns helfen kann?”

Ihre Augen werden nun erdig gefärbt, braun wie frische Walderde. Sie beginnen zu glänzen – und plötzlich treten ihr Tränen in die Augen, warm und froh, wie Morgentau im Sonnenlicht.

„Nun, ja, ich habe die Erd-Weihnachtskugel. Du hast gefragt, meinen Namen genannt und mein Problem gelöst – ehm – also ist sie dein. Meinen Glückwunsch. Macht das Beste daraus und findet nun auch die anderen Kugeln.“, spricht sie mit stockender Stimme und legt eine Hand auf dein Handgelenk, fest und sicher wie ein Wurzelgriff. „Du hast die Aufgabe nicht einfach nur erfüllt… du hast sie verstanden. Du hast meine Erd-Weihnachtskugel wahrlich verdient.“

Im Moment als Bruna diese Worte ausspricht verändert sich die Welt rings um das magische Erdbeet schlagartig und spürbar. Nicht langsam. Nicht schleichend.
Sondern unmittelbar wie eine tiefe Erde, die sich öffnet. Eine Verbindung zwischen euch entsteht. Dann bemerkt ihr ein kaum erkennbares Zittern im Boden des magischen Beetes – so fein und leise, dass es fast wie ein Herzschlag der Erde selbst wirkt. Dann hörst du ein sanftes Knacken – nicht laut, sondern wie kleine Wurzeln, die sich neugierig ausstrecken. Ein paar Erdkrümel wirbeln im Beet auf, doch nicht chaotisch:
Sie tanzen, kreisen sanft ineinander, als folgten sie einem uralten, tiefen Rhythmus.

Bruna sieht erstaunt auf ihre Hände, die nun in einem goldbraunen Glanz schimmern.
Mit einem leisen Summen – fast wie ein Brummen einer zufriedenen Erde – geht Bruna zu einem alten Erdwall der sich am Rande des Beetes direkt neben ihr auftut. Er wirkt wie eine normale Wand aus Lehm und Wurzelgeflecht, dunkel, krumm und alt. Doch Bruna weiß genau, wohin sie greifen muss. Sie schiebt eine dicke Wurzel im Erdwall zur Seite, die wie ein Griff wirkt, und hebt ein Stück festgebackene Erde ab. Sie hebt ein kleines Bündel hervor, eingehüllt in Wurzelfasern. Sofort dringt ein warmes, tiefes Leuchten daraus hervor, wie aus einem schlafenden Kohlenfeuer. Und als Bruna das Tuch öffnet, enthüllt sie ihre magische Erd-Weihnachtskugel, braungolden wie polierter Bernstein, durchzogen von feinen, leuchtenden Adern. Im Inneren sieht man winzige Wurzelstränge, die sich bewegen – ganz langsam, lebendig, wie atmende Linien. Ein Hauch Moos glimmt darin, und kleine goldene Erdpartikel schweben darin.

„Sie gehört dir“, sagt Bruna mit einem warmen, stolzen Nicken. In dem Moment, als du die Kugel siehst, schwebt ein feiner, goldbrauner Faden aus ihr hervor – ein leuchtender Erdstrang – und legt sich sanft an deine Brust.

„So“, murmelt Bruna schließlich und wischt sich die letzten Freudentränen ab.
„Dann hat auch mein Teil der Erde seinen Weg zu dir gefunden. Geht nach nebenan. Dort im Haus, werdet ihr die nächste Kugel finden.“

Und für einen Augenblick hast du das Gefühl, dass die Erde unter deinen Füßen lächelt.
Du gehst gemeinsam mit Lumo und Tomte durch den Schnee, hinüber zu dem geschwungenen Haus, das aussieht, als hätte jemand es in eine leicht pilzförmige Form gedrückt. Schon im Gehen bemerkt ihr es: Ein unruhiges Licht flackert hinter den Fenstern, mal hell, mal düster, als würde es selbst atmen.

„Da stimmt etwas nicht …“, murmelt Tomte und zuckt mit seinen runden Schultern.

Vorsichtig öffnet ihr die Tür. Der Raum liegt im Halbdunkel – warm, aber seltsam leer. Kein Wichtel, kein Geräusch. Fast komplette Stille – nur ein leiser Wind, der über die Dielen streicht und dabei hin und wieder eine hauchendes Geräusch erzeugt.

„Schaut mal da!“ Lumo zeigt fast schon hektisch auf die Rückseite des Hauses. Die Hintertür steht offen, einen Spalt nur, aber weit genug, dass die kalte Luft und ein Lichtschein ins Innere tanzen können.

Ihr tretet hinaus und geht um das Haus herum. Und dort, unter einer einsamen Laterne, die gelb und unruhig in die Winternacht leuchtet, seht ihr ihn: einen Wichtel in einer kleinen, orangefarbenen Arbeitsweste, mit einer Stirnlampe auf dem Kopf und einer Taschenlampe in der Hand. Er wirkt wie ein winziger Straßenarbeiter – konzentriert, mit der Stirn in Falten gelegt. Schritt für Schritt nähert ihr euch ihm.

„Ähm … entschuldige?“ fragst du vorsichtig. „Wie heißt du?“

Der Wichtel blinzelt, richtet sich auf und stößt ein kleines „Oh!“ aus, als hätte er euch gar nicht bemerkt.

„Ich? Ich heiße Bilbob“, sagt er schließlich. „Ich bin Bauarbeiter. Und Straßenbeleuchter. Und manchmal auch Laternendrahtentwirrer – aber darüber reden wir lieber nicht.“

Tomte lacht leise, doch Bilbob sieht wieder ernst aus. Sehr ernst. Seine Stirn legt sich wieder in Falten und zeugt von Überlegungen, die in Bilbobs Bauarbeiterhirn so zu rasseln scheinen, dass ihr fast das Gefühl habt, als könntet ihr die Arbeit seiner Gedanken hören.

„Ich habe gerade einen schwierigen Auftrag“, erklärt er und schaltet seine Stirnlampe auf eine gedämpfte Stufe. „Die Wichtelbürgermeisterin hat mir aufgetragen, den ganzen Dorfkern zu beleuchten. Jede Straße. Jede Kreuzung. Es soll hell sein, damit keiner mehr im Dunkeln stolpert oder in Schneehügel fällt.“

Er hebt mahnend einen Finger.

„Aber!“ Seine Stirnlampe blinkt kurz zur Betonung. „Ich soll sparsam sein. Möglichst wenige Laternen. Kein Funken mehr, als unbedingt nötig.“

Er deutet auf verschiedene Laternen, die auf dem Boden um ihn herum liegen: kleine, große, schmale, dicke.

„Seht ihr? Ich habe Laternen, die nur in eine Richtung leuchten. Dann welche, die zwei Richtungen schaffen. Und seltene, die drei Richtungen erhellen können. Aber welche ich wo aufstellen muss, damit das ganze Dorf hell ist…“ Er kratzt sich am Kopf. „Ihr merkt’s schon. Ich brauche Hilfe.“

Er zieht eine große, sorgfältig gefaltete Karte hervor. Als er sie entfaltet, erkennt ihr eine liebevoll gezeichnete Übersicht des Kerns des Wichteldorfes: Häuser, Wege, Kurven, Kreuzungen.


“Das muss aber noch alles fein mit den passenden mit Laternen-Symbolen markiert werden, damit ich den Plan der Bürgermeisterin geben und bald anfangen kann.”, erklärt Bilbob und sieht euch hoffnungsvoll an.

„Könnt ihr mir helfen?“ fragt er leise. „Alle Straßen sollen erleuchtet sein … aber ich darf wirklich nicht verschwenderisch sein. Ich habe auch nur 3 Lampen, die in drei Richtungen leuchten können. Von den anderen habe ich mehr als genug. Die zwei Ausfahrtsstraßen rechts am Plan und die beiden schmaleren links am Plan müssen aber auch beleuchtet werden.“

“Selbstverständlich helfen wir dir.”, ruft ihr alle drei und schon beugt ihr euch über den Plan.

Rätselaufgabe Nr. 13:

Dann schaut einmal, auf welchen Feldern ihr die Lampen plaziert?

Die Lampen können so gedreht werden, dass sie immer mit den Lichtkegeln waagerecht oder senkrecht scheinen. Sie passen immer genau auf ein Straßenfeld im Plan.
Das Feld auf dem sie stehen beleuchten sie immer! Zusätzlich beleuchten sie drei weitere Felder des Plans in der jeweiligen Beleuchtungsrichtung.

(a) Lampe 1 leuchtet vom Standpunkt aus 3 Felder in eine Richtung

(b) Lampe 2 leuchtet vom Standpunkt aus jeweile 3 Felder in zwei verschiedene Richtungen

(c) Lampe 3 leuchtet vom Standpunkt aus jeweile 3 Felder in drei verschiedene Richtungen

Als Punkte bekommt ihr 25 minus die Anzahl der Lampen, die ihr benötigt habt, um alle Straßen zu beleuchten.
Wie immer: Wenn ihr heute noch richtig antwortet erhaltet ihr einen Extrapunkt.

Hier nochmals der Straßenplan zum Download:

Tipp: Ihr müsst alle Straßen und Kreuzungen beleuchten aber nicht jedes Feld! Auf ein Feld, auf dem ein Haus steht, dürft ihr keine Lampe stellen.


Mailt uns eure Positionierung der Lampen und zeichnet ein in welche Richtung und wie weit sie jeweils leuchten (Linie reicht jeweils).


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Gebt euer Team/euren Namen an und schreibt zudem in das Textfeld Rätselnummer “Lösung Rätsel 13”.

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12. Dezember 2025 – Das Möhrenbeet

Als ihr die Parole nennt und erklärt, was es mit dem jeweiligen der fünf Häuser auf sich hat, steht der Wächterwichtel stramm, salutiert und in diesem Moment scheint mit der Grenze, die ihr nicht überschreiten konntet, eine Veränderung vorzugehen.

Die Luft vor euch wirkt zunächst vollkommen still – fast zu still. Dann beginnt sie, fein wie hauchdünnes Glas, zu flimmern. Erst nur an einem kleinen Punkt, dann breitet sich das Schimmern, wie ein leiser Atemzug der Welt, über die gesamte unsichtbare Wand aus. Ein sanftes Summen erhebt sich, kaum hörbar, aber fühlbar – als würde die Magie selbst den Boden unter euren Füßen anstupsen. Winzige Funken, golden wie Glühwürmchenstaub, tanzen im Flimmern, ziehen feine Bögen, die sich in der Luft verweben. Jede Bewegung scheint von einer unsichtbaren Hand geführt, alt und geduldig.

Lumo hält unwillkürlich den Atem an; sein kleiner Bart hebt sich im Licht. Tomte blinzelt, seine Augen spiegeln die tanzenden Funken. Dann verändert sich das Flimmern.
Die Linie der magischen Barriere zieht sich straff – wie der Stoff eines Vorhangs, der sich zu lösen beginnt. Am Rand entstehen feine Risse aus Licht, die sich leise knisternd ausbreiten. Die Funken wandern zu den Rissen, sammeln sich, und mit einem weichen pffft zerfallen sie zu Staub, der sich in der Luft auflöst. Die Barriere wirkt, als würde sie in sich selbst zurücksinken, Schicht um Schicht, bis nur noch ein hauchdünner Schleier übrig ist – kaum mehr als eine Erinnerung aus Licht. Dieser Schleier verweht, hebt sich wie Nebel im Morgenwind, und verschwindet schließlich völlig, ohne eine Spur zu hinterlassen.

In der Stille danach spürt ihr nur noch die warmen Nachklänge der Magie –
ein Gefühl, als hätte euch jemand die Hand gereicht und sanft weitergeleitet.

Vor euch liegt nun der freie Weg. Die Grenze ist fort.

Ihr geht hinüber zum ersten Haus und seht seitlich davon die Erdwichtelin Bruna Bodenstern. Sie steht inmitten von Schnee an einem gepflegten Erdbeet und scheint Möhren geerntet zu haben – und das mitten im Winter.

Sie trägt eine rote, lange Zipfelmütze, ein grünes Kleid oder eine grüne Schürze und eine Kleid, dessen braune Ärmel in Handschuhe für die Erd- und Gartenarbeit münden. Brunas Gesicht ist freundlich und rund, mit rosigen Wangen und einem leichten Lächeln. Ihre Haare sind hell und fallen locker unter der Mütze hervor. In ihrer linken Hand hält sie eine kleine Heugabel, in ihrer rechten eine Schaufel, die sie gerade in die Erde gesetzt hat. Neben ihr steht eine Holzschubkarre, in der bereits vier frisch geerntete, große orangefarbene Karotten liegen.

Das Möhrenbeet besteht aus mehreren kräftigen, runden Karotten mit saftigem Blattwerk. Kleine magische Funken oder Lichtpunkte glitzern zwischen den Pflanzen, als wäre der Garten verzaubert.

“Hallo Bruna.”, beginnst du, “Das hier sind Lumo und Tomte. Sie und ich versuchen das Wichteldorf zu retten und müssen dazu Weihnachtskugeln sammeln, denn sie scheinen der einzige Weg zu sein, diesem Gefängnis in der Schneekugel zu entkommen.”

“Ah,” antwortet Bruna etwas verträumt, “das ist gut. Aber – eh.” Sie binzelt mehrfach, stockt und fährt dann vollkommen anders fort: “Schaut mal meine Zaubererde. Es ist ein magisches Möhrenfeld, das von selbst immer wieder größer und kleiner wird und mal mehr und mal weniger Möhren in sich trägt. Immer wenn ein Maulwurf kommt, verschwindet eine Möhre und das Feld wird kleiner. Auch wenn ein Hase kommt, wird das Feld kleiner, denn es verschwinden drei Möhren. Wenn jedoch eine Biene kommt, wachsen fünf neue Möhren und das Feld wird größer. Sobald ein Vogel landet, wachsen zwei Möhren und das Feld wächst ebenfalls. Ganz schwierig wird es, wenn ein Bär kommt, denn dann halbiert sich die Anzahl der Möhren im Beet und es wird sofort viel kleiner. Komme allerdings ich selbst und dünge das Beet, dann verdreifacht sich die Anzahl der Möhren und das Beet wächst extrem. Allerdings kann ich nur einmal am Tag kommen.”

“Das ist ja ein magisches Wunder.”, kommt es aus deinem Mund.

“Ja, das stimmt, aber ich bin vollkommen unsicher. Heute morgen waren ganz sicher 40 Möhren im Beet und ich kann nicht sagen, wieviele es nun sind, aber ich muss es wissen, sonst habe ich keine Ruhe. Ich weiß aber nicht, welche Tiere heute im Laufe des Tages hier waren.”, spricht Bruna weiter, stockt dann wieder und schaut lächelnd vor sich auf das Beet über dem magische Funken glühen.

Da hört ihr die Stimme des Wächters neben euch, der fast geräuschlos zu euch herübergekommen ist:
“Da kann ich helfen. Ich hatte das Haus und das Beet den ganzen Tag im Blick. Heute kam erst ein Vogel, dann ein Hase, danach die Wichtelin selbst und hat gedüngt, dann ein Maulwurf, im Anschluss ein Bär, dann eine Biene gefolgt von nochmals einem Hasen und wieder einem Vogel. Danach kam nochmals ein Bär und zum Abschluss wiederum ein Maulwurf.”

“Nun, das macht die Sache ja einfach.”, lachst du. Dann wendest du dich an Bruna und sagst ihr, wieviele Möhren am Abend da waren und wieviele nun noch im Beet sind.

Rätselaufgabe Nr. 12:

Nun, könnt ihr etwas mit den Angaben des Wächters und von Bruna anfangen?
Wieviele Möhren waren am Abend da? Wieviele sind noch im Beet?

4 Punkte warten bei einer richtigen Antwort auf dich.
Und wenn du heute noch richtig antwortest erhälst du auch dieses Mal einen Extrapunkt.

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11. Dezember 2025 – Die fünf Häuser

Vorsichtig wendest du dich an Aeriel:
„Hallo… Aeriel? Könnte ich nun vielleicht deine Weihnachtskugel bekommen? Dein Problem mit den Kerzen ist doch nun gelöst, oder?“

In dem Augenblick, in dem der Windwichtel Aeriel den klang deiner Stimme vernimmt, zuckt ein kleines, fast verlegenes Lächeln über sein Gesicht. Nur ein Hauch – leicht wie ein Windkuss – doch genug, dass die Luft um euch einen Moment lang heller zu wirken scheint. Dann beginnt es …

Zuerst ist da nur ein Luftflimmern, kaum mehr als ein feiner Hauch, in dem ein Zugwind kurz aufflackert. Dann beginnt die Luft zu tanzen – nicht dicht oder schwer, sondern schwebend, federleicht, als würden unsichtbare Strömungen aus jedem Spalt hervorwirbeln. Winzige Flirrpunkte erscheinen, wie schimmernde Staubteilchen, die sich vom Boden lösen und spiralförmig in die Höhe steigen. Ein sanftes, silbrigweißes Leuchten glimmt zwischen ihnen, so weich wie der Schein eines Sternes hinter hauchdünnen Wolken die der Wind vor sich herführt. Dann hörst du ein trockenes, flirrendes Wispern. Der Wind rauscht, kitzelt, trägt durch die Luft geheime Worte, die gerade eben noch hörbar sind. Ein kühler Duft weht heran – frisch, wach, lebendig. Er erinnert an den ersten Windstoß vor einem Sommergewitter, an hochfliegende Schneeflocken und den Atem der Berge. Ein Wind umhüllt euch, nicht stürmisch, sondern wie eine sanfte Hand, die Wangen und Gedanken zugleich streift. Aeriel greift in die Komode und eine alte Holzkiste hervor, die leicht im Durchzug zu vibrieren scheint. Mit einer Bewegung, die an ein spielerisches Dahingleiten erinnert, schiebt er einen losen Deckelteil zur Seite. Dor liegt sie die magische Weihnachtskugel von Aeriel. Es ist eine Kugel, die einen leichten, flimmernden Schimmer ausstrahlt. Dünne Windfäden steigen aus ihr auf, kräuseln sich und verschwinden wieder wie scheue Zeilen eines Gedichts. Aeriel händigt dir die Weihnachtskugel des Windes aus und sogleich hörst du ein leises Säuseln, als würde der Wind eins mit dir werden. Ein alter Windsegen klingt im Raum und du erkennst, dass die Kugel nichts Festes ist. Sie besteht aus reiner, lebendiger Luft, gehalten von einer unsichtbaren, schimmernden Hülle, die leicht vibriert wie die Oberfläche eines Windhauches. Im Inneren wirbeln winzige, leuchtende Windfädchen umeinander, wie zarte Spiralen, die tanzen. Kleine Funken erscheinen zwischen ihnen, flackern kurz wie Sternschnuppen und vergehen wieder. Ein eigenes kleines Wettersystem, ein Stück lebendiger Wind – frei, uralt und voller Zauber.

Und jedes Mal, wenn ein Funken aufflackert oder ein Windfaden seine Form ändert, siehst du für einen Herzschlag lang die neue Verbindung. Es ist Faden aus einer flirrenden Luftspur, der von der Kugel zu Aeriel und zu dir führt. Eine luftige, magische Verbindung, lebendig wie eine wandernde Brise. Dann vergeht er wieder und du kannst deinen Dank nur noch hauchen. Und auch die Windkugel findet ihren Weg zu den anderen Kugeln in deinen Rucksack..

„Durch die Tannen müsst ihr gehen… euch dreimal um eure Achse drehen und wieder zurück kommen. Dann seht ihr die fünf Häuser hier auf der Ebene. In vieren verstecken sich die nächsten Kugeln.“ wispert Aeriel, kaum lauter als ein Windhauch. Danach scheint er sich, vor euren Augen, wie in eine sanfte Boe aufzulösen.

Tomte übernimmt schnell die Führung durch die Tannen hinter dem Windwichtelhaus.
Ein Rauschen – der erste Dreh.
Wieder ein Rauschen – der zweite Dreh.
Ein letzer Schwund – der dritte Dreh.

Kaum habe ihr euch alle dreimal um die eigene Achse gedreht, schwankt die Luft – sie vibriert. Und wo eben noch nur das Windwichtelhaus stand, seht ihr nun 5 Häuser. Auf jeder Seite des Windwichtelhauses sind zwei weitere Häuser hinzugekommen. Ihr setzt euch in Bewegung – aber nach wenigen Schritten bleibt ihr mit einem Ruck stehen, gestoppt, wie an einer unsichtbaren Linie, die ihr nicht überschreiten könnt.

“Das linke Haus ist das Funkelkaminhaus.”, sprich Lumo ginsend vor Freude, “Ach wie lange habe ich es nicht mehr gesehen.
Das Funkelkaminhaus ist eher klein und wirkt freundlich gedrungen. Sein Dach ist hoch, ein wenig schief geneigt, und ganz oben sitzt ein großer, weicher Schneehut, der sich wie Watte über den Schornstein legt. Der Kamin selbst ist krumm wie der Finger eines alten Zauberers. Seine Fenster leuchten warm und laden euch ein.

“Und das zweite sanft geschwungene Haus ist das rundlich hoch.”, sagt Tomte versonnen. “Sein Dach fällt in einer runden Welle ab, fast wie ein weiches Tuch, das über einen Felsen gelegt wurde und die Schneeschicht macht es besonders voluminös. Schaut – der Eingang ist groß und sanft gewölbt, wie ein freundlicher Mund.”

“Ja, du hast Recht. Und das mittlere Haus das ist das Windwichtelhaus in dem wir eben noch Aeriel getroffen haben.” entfährt es dir.

“Das vierte Haus direkt rechts neben dem Windwichtelhaus ist ein Turmspitzenhaus“, erklärt Lumo.
Dieses Häuschen ist nicht hoch, aber dafür etwas breiter und es hat ein spitz zulaufendes Dach bedeckt mit Schnee. Rechts an der Seite sitzt sogar ein winziges Türmchen, mit einem winzigen Fenster. Es macht den Eindruck eines Zuhauses für eine Wichtel, der gerne lauscht, schaut und beobachtet.”

“Das Haus ganz rechts ist ein Kugelkuppelspitzenhaus.” erklärt Tomte weiter.
Es ist ein besonderes Haus und mancher würde sagen, vielleicht das eleganteste Haus von allen. Sein Dach ist hoch und schmal und es trägt ganz oben eine große, runde Schneekugel – fast wie eine Krone.
Die Fassade ist leicht schräg, aber in einer sehr harmonischen Form. Die Eingangstür ist hochgewölbt, die Fenster schmal und freundlich. Es wirkt wie ein freundlicher, alter Wächter am Rand der kleinen Häuserreihe.

Da taucht direkt neben euch ein alter Wichtel auf, der wie ein Wachmann gekleidet ist.

“Halt!”, ruft euch der Wachwichtel zu, obgleich ihr ohnehin nicht vorwärts könnt,
“Parolenkontrolle. Nur die klügsten Wichtel und Wanderer dürfen sich den fünf Häusern als ganzes nähern. Ihr könnt die Grenze erst überschreiten, wenn ihr mir sagt, wer die jeweiligen Erbauer des Funkelkaminhauses, des sanft geschwungenen Hauses, des Windwichtelhauses, des Turmspitzenhauses und des Kugelkuppelspitzenhaus sind. Das Wichtigste aber ist die Frage:
Wie heißt der Erbauer des Hauses, in dem das Wichtelzeichen der Mondsichel eine besondere Bedeutung hat?”

“Hier die Information, die jeder bekommt, der die Grenze überschreiten möchte. Überlegt euch eure Antwort gut – oder ihr könnt sofort zurück ins Wichteldorf heimkehren.” fährt der Wächterwichtel fort, “Wenn ihr die Parole sagen könntet ihr zum Beispiel direkt zum ersten der fünf Häuser gehen. Dort wohnt Erdwichtelin Bruna Bodenstern und sie freut sich immer über Besuch.”

Nun beginnt ihr zu übelegen, was ihr ihm antworten sollt.

Rätselaufgabe Nr. 11:

Überlegt nun sehr genau. Könnt ihr die Frage beantworten?

Für alle fünf richtigen Erbauer erhaltet ihr jeweils einen Punkt.
Für die Antwort nach dem Erbauer des Hauses, in dem das Wichtelzeichen die Mondsichel ist, bekommt ihr 4 Punkte.
Solltet ihr uns zudem eine Übersicht senden, aus der klar wird, wie alt welches Haus ist, welche Art von Weihnachtskugel sich in welchem Haus befindet, welche Herkunft die jeweiligen Hauserbauer haben und welche Wichtelzeichen zu welchem Haus gehören, so erhaltet ihr zudem 10 Punkte

Wie immer: Wenn ihr heute noch richtig antwortet erhaltet ihr einen Extrapunkt.

Hier nochmals die Textinformationen zum Download:

Mailt uns die richtigen Antworten und bestenfalls auch eine Übersicht, aus der die Zuordnungen in allen Häusern deutlich werden.
Sendet uns deine Antwort über “Des Rätsels Lösung”.
Gebt euer Team/euren Namen an und schreibt zudem in das Textfeld Rätselnummer “Lösung Rätsel 11”.

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10. Dezember 2025 – Wasser, Wind und Keller

Als du erklärst, wie der Wichtel die Farbe seines Hutes richtig erraten könnte, wird Terg zunächst ganz still. Dann treten plötzlich Tränen in die Augen, und sie laufen warm über die Wangen. Zwischen leisen Schluchzern hörst du ein Murmeln:
„Ah… jetzt verstehe ich. Aber viel wichtiger ist… ich muss dafür sorgen, dass das Wasser rein bleibt.“

Verwirrt schüttelst du den Kopf. Aber in diesem Moment wird Lumo etwas klar – so klar wie die Oberfläche einer ruhigen Quelle. Er beugt sich zu dir und flüstert:

„Wasserwichtel sind selten. Aber Terg… Terg ist ein Wasserwichtel der stillen Quelle. Diese Wichtel sind ganz besonders seltene Wichtel , denn sie sind ruhige, oft traurige Elementargeister. Kleine, scheue Wesen, die eigentlich über eine abgelegene, besonders klare Quelle wachen. Doch seit wir hier in der Schneekugel gefangen sind, haben es Elementarwichtel schwer. Ihre Quelle ist nicht mit ihnen hierher verschoben worden – sie sind von ihr getrennt. Deshalb weint Terg wohl auch so oft und wirkt so abwesend. Eigentlich bemerken nur andere Wichtel oder Tiere ihre Gegenwart. Menschen sehen sie fast nie… daher ist es erstaunlich, dass du mit Terg sprechen kannst.“

Vorsichtig wendest du dich an Terg:
„Hallo… Terg? Könnte ich deine Weihnachtskugel bekommen? Dein Problem ist doch gelöst, oder?“

In dem Augenblick, in dem Wasserwichtel der stillen Quelle Terg deine Stimme hört, huscht ein kleines, scheues Lächeln über das tränenfeuchte Gesicht. Nur ein Hauch – aber warm genug, um die Stille um euch herum ein wenig heller zu machen.

Zuerst ist es nur ein winziges Glitzern, kaum mehr als ein Tropfen der Licht einfängt, das sich im feuchten Moos spiegelt. Dann beginnt die Luft, sich zu verdichten – nicht schwer, sondern schwebend, als würde ein feiner sanfter Nebel aus unsichtbaren Ritzen emporsteigen. Plötzlich erscheinen schimmernde Perlen, die sich wie Tautropfen aus dem Schnee lösen und langsam nach oben tanzen. Ein sanftes, blaugrün fließendes Leuchten glimmt zwischen dir und Terg, weich wie der Schimmer eines Mondstrahls, der sich in einer stillen Quelle bricht.

Dann hörst du ein Geräusch, das gar kein Geräusch ist – ein nasses Flüstern, als würde Wasser selbst zu zu euch sprechen. Es rinnt, es perlt, es murmelt leise zwischen den Tropfen in der Luft. Ein feuchter Ozeanduft breitet sich um euch aus – kühl und doch tröstlich. Er erinnert an Wellen und Gischt aber auch an taufrische Blüten, an Regen auf warmem Stein, an einen tiefen, ruhigen Bergseegrund und eine Spur von Magie, die nach Geschichten schmeckt. Sanft ziehen der Duft und die Feuchtigkeit in eure Sinne, nicht überwältigend, sondern wie eine vertraute Umarmung aus längst vergessenen Tagen.

Terg scheint durch die Tropfen hindurch so auszusehen, als umschmeichle den Elementarwichtel ein schieferblauer Mantel mit silbergrauen Tropfenmustern. Dann blinzelt Terg überrascht. Die Augen färben sich in diesem Moment zu einem klaren, glänzenden Wasserblau – so durchsichtig, dass du fast glauben könntest, du würdest kleine Wellen darin wandern sehen.

Terg huscht zum Wassereimer und mit einer Bewegung, die an einen geübten Tauchgang erinnert, schiebt Terg eine wohl am Boden des Eimers versteckte, feuchte Rinde beiseite. Darunter liegt eine Kugel, die einen kühlen feuchten Schimmer aussendet und der sanfte Dampfwölkchen entweichen.

Als Terg die Weihnachtskugel in deine Hand legt, hörst du leises Glucksen, als würde das Wasser selbst die Ankunft der magische Weihnachtskugel bei dir begrüßen. Ein paar Worte entweichen Terg – weich, fließend, wie ein altes Sprichwort der Wassergeister. Ein Dank, ein Gruß, eine Art stiller Schwur.

Als du genauer schaust sieht du, dass auch dies keine gewöhnliche Kugel ist. Sie besteht aus klarem, lebendig wirkendem Wasser, das in einer dünnen, schimmernden Membran schwebt – als hielte eine unsichtbare Kraft sie zusammen. In ihrem Inneren treiben winzige, leuchtende Wasserpflänzchen, die sich wie schwebende Algen im Strom bewegen. Kleine Blasen steigen auf, platzen nicht, sondern funkeln wie Sterne. Ein ganz eigenes feuchtes Ökosystem in stetiger Bewegung, ein Stück lebendiges Wasser – rein, ursprünglich und voller Zauber.

Und jedes Mal, wenn sich eine Wasserpflanze bewegt oder eine Blase aufsteigt, siehst du für einen Herzschlag lang eine Verbindung – einen Faden aus Licht – der von der Kugel zu Terg und zu dir führt. Eine nasse, magische Verbindung, lebendig wie ein Fluss. Dann verebbt alles und du bist nicht mehr sicher was Illusion und was Realität sein kann.
Als du dich bedankst und die Wasserkugel vorsichtig zu den anderen Kugeln in den Rucksack gelegt hast, zeigt Terg nur still in Richtung eines schiefen Wichtelhauses, das ein Stück weit den Weg hinab für sich allein etwas einsam im Schnee steht.

Plötzlich kommt ein starker Wind und schiebt euch vor sich her in Richtung des Hauses. Das kleine Wichtelhaus wirkt, als hätte der Wind selbst es geformt. Sein ganzes Dach ist weit zur Seite gebogen, als würde eine unsichtbare Böe noch immer daran ziehen. Die geschwungene Dachspitze krümmt sich wie ein langer, weicher Zipfel und endet in einer runden Kugel – fast so, als trüge das Haus eine Mütze aus Schnee.

Eine dicke Schneeschicht bedeckt die Dachziegel und glitzert im sanften Licht der winterlichen Nacht. Aus den kleinen, rundbogigen Fenstern leuchtet warmes, goldenes Licht und lässt die frostige Umgebung heimelig wirken. Die hölzernen Wände sind leicht gebogen, als hätten sie sich dem tanzenden Wind angepasst, und die Tür ist schmal und gewölbt wie bei einem winzigen Märchenhaus.

Als der Wind etwas abflaut, steht ihr vor dem Haus mitten in der weiten Schneelandschaft. Rundherum ragen dunkle, verschneite Tannen in den klaren Nacht­himmel und hoch oben über euch funkeln Sterne. Das Haus sieht gleichzeitig gemütlich, verwunschen und ein bisschen verspielt aus und schon erhebt sich wieder ein Wind und schiebt die Tür vor euch auf. Umwillkürlich tretet ihr ein und findet euch in Kürze in einem Raum mit einem Tisch und einer Kerze wieder, die gegen den Wind anzukämpfen scheint.

Ihr seht einige Kleider, die einem Wichtel zu gehören scheinen. An der Seite hinter euch geht eine Treppe nach oben in die obere Etage und eine weitere nach unten in den Keller. Von oben kommt ein Wichtel herab und lacht dabei:
“Ich heiße Aeriel. Willkommen im Windhaus.”

Er bewegt sich leicht, schlängelt sich wie ein laues Lüftchen, dreht kleine Kreise, hopst, lässt sich ein Stück die Stufen heruntertreiben und wirbelt dann in den Raum.

“Danke dir, Aeriel.”, dankst du ihm, “Wir sind auf der Suche nach magischen Weihnachtskugeln, um das Wichteldorf aus der Schneekugel zu befreien. “Hast du vielleicht eine oder weißt du, wo wir eine Kugel finden könnten?”

Gerade siehst du noch wie Aeriel bleich wird und sich wie der Wind selbst um die eigene Ache dreht, als genau dieser Windstoß im gleichen Moment die Kerze auf dem Tisch ausbläst. Im Raum wird es sofort düster, so dass es schwer wird etwas zu erkennen.

“Oh, nein. Das darf nicht wahr sein.”, hört ihr Aeriel schimpfen. Dann erklärt er euch etwas ruhiger, “Ihr habt mich vollkommen aus dem Konzept gebracht. So etwas von ärgerlich, denn ich habe keine Zündhölzer und ich wollte doch gerade in den Keller, um weitere Kerzen zu holen und an der Kerze auf dem Tisch anzünden. Sie sind unten in der Truhe und es sind magische Kerzen. Sie entzünden sich nur, wenn vier Farben der gleichen Farbe außerhalb der Truhe in einem Raum zusammenkommen. Nun ist es unten stockdunkel und ich kann gar nichts erkennen. Da kann ich mit meinen Windschritten nicht hinunter, sonst stürze ich noch und breche mich noch etwas.”

Schnell bietet ihr Aeriel an, die Kerzen für ihr zu holen. Als ihr weiter mit Aeriel sprecht, erklärt er euch, dass unten in der Truhe noch genau zehn blaue und zehn rote Kerzen liegen. Du nickst und machst dich im Dunkeln auf den Weg. Vorsichtig tastest du du dich nach unten in den Keller vor. Kaum etwas ist zu erkennen und die Farben der Kerzen schon gar nicht. Da ja wirklich steil und gefährlich auf dem Weg in den Keller ist, wird dir sofort klar, dass man man nicht öfter heruntergehen sollte, als es tatsächlich nötig ist.

Du kannst auch nicht alle Kerzen auf einmal tragen. Also überlegst du an der Truhe, wie viele Kerzen du mindestens mit nach oben nehmen musst, damit du auf jeden Fall vier Kerzen in der gleichen Farbe direkt dabei hast?

Rätselaufgabe Nr. 10:

Überlegt gut. Wieviele Kerzen musst du mindestens mit hoch nehmen, damit vier gleichfarbige dabei sind und die Magie die Kerzen im Raum oben entzünden kann?

Für die richtige Lösung bekommst du 4 Punkte.
Wie immer: Wenn du heute noch richtig antwortest erhälst du einen Extrapunkt.

Maile uns die richtige Richtung und bestenfalls auch die Erklärung dafür.
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Gib dein Team/deinen Namen an und schreibe zudem in das Textfeld Rätselnummer “Lösung Rätsel 10”.

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09. Dezember 2025 – Die drei Wichtel im Schnee

Die Richtung stimmt und kurz darauf steht ihr vor dem Wichtel, dessen Stimme euch gerufen hat. Zum Glück seid ihr nicht den Perchten in ihre Fänge gelaufen.

“Das ist ja Terg.”, entfährt es Lumo, “Kannst du ihn oder sie, ich bin da nie ganz sicher, überhaupt sehen?”

“Ja, das ist ja schwierig bei Elementarwichteln, insbesondere bei denen, die sich um Wasser kümmern.”, übernimmt Tomte, “Terg bringt immer Frischwasser zu den Tieren.”
Neben Terg steht auch ein Eimer mit Wasser auf dem Boden, der wohl gerade abgestellt wurde und eine Träne läuft Terg langsam über das Gesicht. Terg scheint ein trauriger Wichtel oder eine traurige Wichtelin zu sein.

“Hallo, Terg.”, beginnst du das Gespräch, “Du hast auch eine Kugel für mich?”

“Ja,” antwortet Terg ein wenig abwesend, schaut vor sich hin und fängt eine Träne mit der Hand, um sie dann sofort in den Eimer tropfen zu lassen.

Dann wendet sie den Blick nach rechts, wo du drei andere Wichtel erkennst. Sie stehen seitlich zu dir in einer Reihe, sortiert von groß nach klein. Der Himmel über ihnen ist tief- bis dunkelblau und mit feinen, weißen Sternen übersät. Am Horizont siehst du in der Ferne die dunklen Silhouetten von verschneiten Tannen. Die drei Wichtel sind kahlköpfig, haben große, rundliche Nasen und tragen lange, buschige, weiße Bärte. Es scheint, als blicken nach rechts in die Ferne. Der größte Wichtel links trägt einen dicken, rostbraunen Strickpullover, während der mittlere Wichtel einen olivgrünen Pullover trägt und der kleinste Wichtel einen helleren, rostbraunen Pullover angezogen hat. Alle drei tragen blaue oder braune Hosen und braune Stiefel. Auffällig liegen vor den Wichteln gestrickte Zipfelmützen in Rottönen und Grüntönen im weichen, verschneiten Boden: drei rote Wichtelmützen und zwei grüne.

Langsam schaut Terg wieder zu dir und eine weitere Träne läuft die Wichtelwange herab:
“Nun, ich habe ein Problem. Die drei wissen nur, dass ich drei rote und zwei grüne Mützen habe. Aber schaut mal.”

Terg hebt alle Mützen auf und versteckt sie hinter dem Rücken. Dann setzt sie jedem der Wichtel zufällig eine der Mützen auf. Dann tritt Terg zurück und ruft: “Los!”
Die drei Wichtel stehen einfach nur da und schauen weiter nach rechts.
Es dauert eine ganze Weile und der erste der Wichtel, der ganz links steht ruft:
“Ich habe eine rote Mütze auf.”

” Richtig. Seht ihr? Das stimmt bei ihm immer, wenn ich ihnen die Mützen in dieser Art aufsetze.”, sagt Terg, “Wie macht er das nur?”

Rätselaufgabe Nr. 9:

Überlegt gut. Wie kann der Wichtel auf die Farbe seiner Mütze kommen?
Was weiß der Wichtel links? Was der in der Mitte? Was der Wichtel rechts?
Was weiß der Wichtel, der seine Hutfarbe nennt?

Für die richtige Lösung, was die Wichtel wissen und warum der Wichtel die richtige Farbe sagen kann, bekommst du 4 Punkte für jeden der drei Wichtel bei dem du erklärst, was er sieht und weiß noch 3 Punkte.
Wie immer ist es auch heute so, dass du wenn du heute noch richtig antwortest einen Extrapunkt erhälst.

Maile uns die richtige Richtung und bestenfalls auch die Erklärung dafür.
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08. Dezember 2025 – Frohe Weihnachten-Rufe

Es ist geschafft. Ihr habt herausgefunden, welcher Freund von Thymo den großen Weihnachtsstern ernten darf. Als du dem Gärtnerwichtel sagst, welchen Freund er abholen soll, treten ihm vor Glück Tränen in die Augen und er spricht:
“Meinen Glückwunsch! Du hast die Aufgabe mit Bravour gelöst. Ich und der große Weihnachtsstern stehen in deiner Schuld. Du hast meine Pflanzen-Weihnachstkugel wahrlich verdient.”

In dem Moment, als Thymo seine Worte ausspricht und beiläufig erwähnt, dass auch er eine besondere Pflanzen-Weihnachtskugel besitzt, verändert sich die Atmosphäre im Gewächshaus spürbar — sie wird vollkommen anders als zuvor.

Zunächst ist es nur ein kaum sichtbares Leuchten, das zwischen den Blättern der Smaragdfedern auftaucht und das zwischen den Traumrhododendren fortzuschweben scheint. Ein wunderlich flirrendes Grün erstrahlt im Raum, weich, wie das erste Licht eines Frühlingsmorgens. Dann hörst du ein sanft säuselndes Rascheln – nicht von Wind, sondern als würden die Pflanzen im Gewächshaus des Gärtnerwichtels nun selbst einen Atemzug nehmen und ein Farn scheint sich dir entgegen zu neigen.

Ein wundersam vertrauter und zugleich doch fremder Pflanzenduft breitet sich um euch herum aus, der dich ein wenig an taufrische Blätter, an wilde Minze, an feuchten Waldboden und eine Prise Zauber erinnert – eine grüne Magie. Nicht wild, nicht überwältigend, sondern tief, warmherzig und lebendig. Thymo, der Gärtnerwichtel mit seinen erdigen Händen und seiner moosgrünen Schürze, blinzelt überrascht, als die Verbindung zwischen euch wieder entstehet und stärker wird. Seine Augen wechseln in ein reflektierendes Tannengrün, beginnen sanft zu leuchten, als reagierten sie auf die Farbe des Zaubers selbst. Er tritt zu einem alten, verschlungenen Wurzelwerk am Rand des Gewächshauses, hebt ein Stück Moos an und öffnet eine kleine, in Holz eingelassene Klappe, die man ohne sein Wissen niemals bemerkt hätte. Dahinter liegt ein winziges Fach, aus dem ein sattgrüner Schimmer quillt. Als Thymo die Hand hineinlegt, entweichen ihm ein paar leise Worte, halb wie ein beruhigender Gärtnerspruch. Es klingt fast wie ein Dank an die Erde und die Flora.

Dann hebt er ein Säckchen aus dem Fach hervor, aus dem sofort ein weiches Leuchten dringt. Er öffnet es – und heraus kommt eine magische Weihnachtskugel, grün, wie das Herz eines unberührten Waldes. Doch die magische Kugel scheint nicht glatt zu sein: In ihrem Inneren ranken sich winzige, leuchtende Pflanzen, die wachsen und sich wieder zusammenziehen, als würden sie leben und atmen. Es wirkt, als trüge sie ein eigenes kleines Ökosystem in sich, ein Stück Leben in perfekter Balance.

Als Thymo dir diese wundersame Kugel zeigt, wächst die grüne Verbindung zwischen euch beiden noch einmal weiter auf, dieses Mal umso kräftiger. Ein einzelner leuchtender Faden schwebt von der Kugel zu dir, als würde sie dich erkennen. Du fühlst einen sanften Druck im Herzen, warm wie Vertrauen, dass dir die Kugel aussprechen möchten. Thymo atmet tief und lange aus – und du siehst, wie auch von ihm eine unsichtbare Schwere fällt. Die Linien auf seiner Stirn glätten sich, seine Hände werden locker und die Gießkanne fällt zu Boden. Als schließlich seine Schultern sinken, verblasst der Glanz der grünen Verbindung langsam wieder, wie Pflanzen, die sich abends zur Ruhe legen

„So“, murmelt Thymo, mit einem kleinen, stolzen Lächeln. „Dann hat auch mein Teil des Waldes seinen Weg zu dir gefunden.“

“Hast du eine Idee, wer eine weitere Weihnachtskugel besitzen könnte?”, fragst du Thymo vorsichtig.

“Leider nein.”, kommt die ein wenig traurige Antwort, “Ich bin hier meist allein und bin nur selten im Wichteldorf. Und wenn, dann bin ich meist bei meinen Freunden.”

“Dann müssen wir einfach suchen.”, schlägt Tomte vor und du nickst ein wenig ernüchtert, denn du warst dir so sicher gewesen, dass du hier eine weitere Fährte finden würdest.

Du bedankst dich bei ihm und legst die grüne Pflanzenkugel vorsichtig zu den anderen beiden in deinen Rucksack, den Lumo dir reichend geöffnet hält. Und während ihr euch zum Aufbruch wendet, scheinen die Pflanzen im Gewächshaus euch schweigend, aber wohlwollend zuzusehen — als hätten sie verstanden, dass du nun ein kleines Stück ihres Zaubers mit dir trägst.

Als ihr vor dem Gewächshaus seid, nimmst die die Kugel nochmals hervor. Doch nun scheinen die Pflanzen darin wieder erstarrt zu sein. Im Inneren entfaltet sich eine Welt zarter Farnwedel, die spiralförmig nach oben wachsen. Bläulich leuchtende Blumen öffnen zudem ihre Blütenblätter und scheinen selbst Licht auszustrahlen und dünne Ranken winden sich elegant nach oben und bilden verspielte, natürliche Ornamente. Aud dem moosigen Boden und an den Farnen glitzern nun kristallklare Edelsteine, die wie kleine Eisdiamanten zwischen den Pflanzen ruhen. Schnell steckst du die grüne Kugel wieder ein.

Als ihr durch das Labyrinth nach außen kommt hört ihr plötzlich Rufe. Es scheinen vier Rufende aus verschiedenen Richtungen zu sein. Ihr hört folgendes:

Stimme 1:

Stimme 2:

Stimme 3:

Stimme 4:

Lumo bleibt erstarrt stehen. Tomte ist ebenfalls wie paralysiert.
Endlich stammelt Lumo mit verschreckter Stimme.
“Das darf nicht sein. Das klingt nach den Perchten – böse Weihnachtsgeister, die mit uns hier vom Krampus eingeschlossen wurden. Eigentlich sind sie zwischen November und Januar in Österreich und Bayern zu finden und zwar hauptsächlich während der sogenannten Raunächte zwischen der Wintersonnenwende, das ist etwa am 21. Dezember, und dem Dreikönigstag am 6. Januar. Aber der Krampus hat drei von ihnen hier zu uns geschlossen, um uns auf ewig zu verärgern. Es kann also nur eine der vier Stimmen einer Person gehören, die wirklich einen Hinweis für uns besitzt.”

“Stimmt genau,”, fährt Tomte fort, “Wir müssen uns entscheiden, in welche Richtung wir gehen wollen. Aber wie bekommen wir heraus, wer hier ein Wichtel ist und wer die Perchten sind.”

“Ich weiß nur eins:”, erklärt Lumo, “Die Perchten sind böse. Sie lügen immer und zwar bei allem, was sie sagen. Ein Wichtel würde das nicht tun. Wichtel sagen in solchen Fällen immer nur die Wahrheit.”

Da hört ihr die vier Stimmen erneut:

Stimme 1:

Stimme 2:

Stimme 3:

Stimme 4:

“Ich glaube, ich weiß, in welche Richtung wir müssen”, lächest du.
Und schon läufst du los.

Rätselaufgabe Nr. 8:

Habt ihr es schon herausgefunden? In welche Richtung müsst ihr Laufen?
In Richtung von Stimme 1?
Oder in die Richtung von Stimme 2?
Oder ist die Richtung von Stimme 3 korrekt?
Oder in die Richtung von Stimme 4?

Für die richtige Lösung, die du uns schickst bekommst du 4 Punkte.
Wenn du uns erklären kannst, warum das so ist, dann bekommst du weitere 6 Punkte.
Wie immer gilt: Wenn du heute noch richtig antwortest bekommst du einen Extrapunkt.

Maile uns die richtige Richtung und bestenfalls auch die Erklärung dafür.
Sende uns deine Antwort über “Des Rätsels Lösung”.
Gib dein Team/deinen Namen an und schreibe zudem in das Textfeld Rätselnummer “Lösung Rätsel 8”.

Denke daran, dass du dich erst mit deinem Benutzernamen einloggen musst, bevor du ein Rätsel über den Menüpunkt “Des Rätsels Lösung” einsenden kannst.

Wie immer kannst du uns die Lösung auch als Foto davon mailen
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07. Dezember 2025 – Der Gärtnerwichtel

Geschafft. Nach einem langen Marsch durch das Labyrinth der Hecken habt ihr das Haus des Weihnachtsmannes erreicht und direkt dahinter liegt rechts von Rentierstall ein Gewächshaus. Schnell tragen euch eure Schritte durch den Schnee. Ihr blickt in den Rentierstall und eines der Rentiere tritt vorsichtig näher. Sein warmer Atem kräuselt die kalte Luft. Mit neugierigen, dunklen Augen senkt es den Kopf und schnuppert prüfend an euch, als wolle es herausfinden, ob ihr Freunde seid und vielleicht Leckerli dabei habt. Leider hast du nichts bei dir, doch Lumo greift in seine Tasche und holt eine Möhre hervor und lacht:
“Mein Gemüse für zwischendurch! Eigentlich ist besteht die natürliche Nahrung von Rentieren ja hauptsächlich aus Moos, Flechten, Gräsern, Kräutern und Blättern. Aber eine Möhre geht immer. Hier bitte sehr.”

Damit hält er dem Rentier die Möhre mit der flachen Handfläche seiner kleinen Wichtelhand hin und mit einem Haps ist sie im Maul des Rentiers verschwunden. Die anderen Rentiere bleiben jedoch vorsichtig weiter hinten im Stall.

Gerade wollt ihr euch umdrehen, da seht ihr etwas an der Wand des Rentierstalls, das wohl der Weihnachtsmann dort hingehängt hat. Es scheint eine Steckbrief zu sein. Eines sieht man sofort: Der Steckbrief sieht schon älter aus. Wie eine Erinnerung an eine vergangene Zeit.

Der Weihnachtsmann scheint Scherze zu lieben, denn Tomte erklärt:
“Ach, das ist der Grinscherax. Mit dem hatte das Weihnachtsland vor vielen Jahren ein paar mal Ärger. Der Grinscherax hatte dies fiese grüne Haut mit dunklen Flecken, Spitzohren, kleine Fangzähne und diesen dauerhaft grimmiger Blick, der schon klar machte, dass er nie etwas Gutes im Schilde führte. Damals überfiel er mit seiner Koboldarmee das Weihnachtsland, weil er und die Kobolde Weihnachten sabottieren und verhindern wollten. – Hat er aber nicht geschafft. – Ein Mensch – wie du – hat zusammen mit dem Weihnachtsmann und dem Christkind damals Weihnachten immer wieder gerade noch gerettet. Aber das ist lange vorbei. Das war lange bevor der Krampus uns hier in die Schneekugel eingesperrt hat. Einen wirklichen Steckbrief gab es damal überigens auch nie. Den hier hat der Weihnachtsmann mal zu seinem Geburtstag bekommen. Der Weihnachtmann, hat den Steckbrief hier sicher nur zur Erinnerung aufgehängt und freut sich sicher immer daran, dass Weihnachten gerettet wurde und der Grinscherax und die Kobolde es nicht geschafft haben. Das hilft uns aber heute wirklich gar nicht. Lasst uns mal lieber beim Gewächshaus schauen. Das ist ja hier gleich nebenan.”

Du lachst ein wenig über den Steckbrief und die Geschichte von Tomte und dann Ihr dreht ihr euch um, und wendet euch euren eigenen Herausforderungen zu. Schnell verlasst ihr den Stall und nur Sekunden später ragt das großes Gewächshaus vor euch auf. Direkt daneben steht noch ein etwas kleineres Gewächshaus, das ihr zunächst nicht sehen konntet, da es vom Haus des Weihnachtsmanns verdeckt wurde.

Das kleine Gewächshaus ist tief im Schnee eingebettet, der weich, glatt und unberührt wirkt. Eine dicke Schneeschicht liegt auf dem Dach und auf den Fensterkanten – so schwer, dass sie fast wie Watte aussieht. Hinter dem Gewächshaus ragen dunkle, schneebedeckte Tannen aus der blauen Nacht heraus. Unzählige kleine Sterne funkeln darüber am Himmel, wie winzige Nadelstiche aus Licht.

Dieses friedliche etwas kleinere Gewächshaus mit seinem warm wirkenden Holzrahmen und klaren Glasscheiben hat als Eingang ist eine rundbogige Holztür mit einem einfachen Griff. Durch die Scheiben scheint ein goldenes Licht, welches das gesamte Gebäude von innen heraus erstrahlen lässt – als würde im Innenraum eine kleine Sonne brennen. Im Inneren erkennt man schemenhaft hohe Pflanzen oder kleine Tannen, die von dem gelblichen Licht angestrahlt werden und Schatten an die Scheiben werfen. Im Haus bewegt sich zudem auch ein huschender Schatten. Das wird wohl der Gärtnerwichtel sein.
Beherzt öffnet ihr die Tür, geht auf einem schmalen Weg durch die Pflanzen und steht tatsächlich kurz darauf vor dem Gärtnerwichtel, der eine Gießkanne in der Hand hält und euch ein wenig abwesend aber freundlich ansieht.

“Er heißt Thymo.”, raunt dir Lumo zu, “Aber alle nennen ihn nur Grünblatt, wenn er mal im Wichteldorf ist.”

“Hallo, Thymo.”, sprichst du ihn an, “Wir kommen wegen deiner Weihnachtskugel. Kannst du sie mir geben, denn ich möchte dich und das ganze Wichteldorf aus der Schneekugel befreien, in der ihr schon so lange feststeckt.”

Wie du es schon gewohnt bist, beginnt auch dieses Mal die Luft ein bisschen zu flimmern . Das feines Funkelgefühl der Verbindung lebt auf, doch verschwindet unmittelbar wieder.

“Hallo Ihr Drei. Das überrascht mich jetzt aber, dass ihr es hier her geschafft habt. Nein, meine Weihnachtskugel könnt ihr nicht bekommen. Sie ist mein ein und alles.”

“Es ist aber immens wichtig.”, spricht ihn Tomte an, “Wir haben gehört, dass wir ein Problem für dich lösen können und damit wir sie bekommen dürfen.”

“Bei allen Tannenzapfen und Zapfenkrümeln! Oh, du knorrige Knollenwurzel!”, beginnt der Gartenwichtel zu schimpfen, “Ja, gut. Ich habe tatsächlich ein Problem. Es geht um Weihnachststerne. Ich muss einen riesigen Weihnnachtsstern ernten lassen.”

“Weihnachtssterne? Was?”, entfährt es dir.

“Ach du Feuerfarnfunken! Ja, natürlich Weihnachtssterne. Das sind die roten Blumen hier.”, fängt Thymo an und redet sich in einen Blumenvortag hinein,
“Der Weihnachtsstern – botanisch Euphorbia pulcherrima – ist eine der bekanntesten und symbolträchtigsten Winterpflanzen. Er wirkt festlich, warm und strahlend, obwohl er mitten in der dunklen Jahreszeit blüht. Was viele Wichtel und Menschen für Blüten halten, sind eigentlich farbige Laubblätter, sogenannte Hochblätter. Sie leuchten in kräftigem Rot, aber es gibt auch Sorten in Weiß, Creme, Rosa, Apricot oder sogar zweifarbig marmoriert. Die Rotfärbung der Hochblätter entsteht nicht durch Blüte, sondern durch eine spezielle Lichtphase. In seiner Wachstumsphase braucht der Weihnachtsstern daher lange Dunkelphasen.”

“Und was ist nun das Problem mit dem Ernten?”, fragst du schnell, bevor Thymo noch weiter in die fachlichen Informationen der Floristik abdriftet.

“Eh, -“, einen Moment wird der Blick von Thymo leer bevor er fortfährt,”Das ist so: Mitten im großen Gewächshaus wächst ein wunderschöner Weihnachtsstern, größer als all die anderen Weihnachtssterne. Ich wollte einem meiner besten Freunde die Ehre zukommen lassen, diesen Stern zu ernten. Dafür wollte ich ihn gleich abholen, da er den Weg durch das Labyrinth nicht kennt. Ich habe fünf beste Freunde und konnte mich nich entscheiden, wem die Ehre gebühren soll. Außerdem wollte es eigentlich jeder meiner Freunde gern machen. Also wollte ich fair sein und habe jeder von meinem fünf besten Freunden gebeten einen anderen zu wählen, aber keiner durfte sich selbst wählen. Nun war es so, dass die fünf blöderweise jeweils einen anderen gewählt haben und so jeder nur eine Stimme bekommen hat. Ich also nach etwas anderm suchen müssen. Da ist mir eingefallen, dass jeder der fünf zu Hause eine Weihnachtspflanze hat. Ich wusste nicht wer welche Pflanze hatte aber ich wusste, dass ganz sicher einer einen Weihnachtsstern hat. Da dachte ich, dass derjenige, der sich schon zu Hause um einen Weihnachtsstern kümmert sicher der Beste Kandidat ist, um den riesigen Weihnachtsstern zu ernten. Ich habe also alles aufgeschrieben und dann bin ich hingefallen und habe mir hier den Kopf gestoßen. Jetzt weiß ich nicht mehr wo der Zettel ist und wen ich jetzt abholen müsste.
Ich kann sich nur noch an folgende Dinge erinnern:

  1. Elvin stimmte für Flavin.
  2. Weder Alvin noch Marvin haben zu Hause einen Weihnachtsstern und auch keine Tanne.
  3. Derjenige, der für Gavin stimmte, hat eine Christrose zu Hause und ist grummelig.
  4. Flavin stimmte für Alvin, und er ist weder faul noch fröhlich.
  5. Marvin ist weder faul noch fröhlich und stimmte auch nicht für Gavin.
  6. Elvin hat zu Hause weder eine Mistel noch eine Tanne und ist weder fröhlich noch fleißig.
  7. Derjenige, eine Stechpalme zu Hause hat, stimmte für Marvin.
  8. Ein Wichtel hat eine Tanne zu Hause und ist schlau.

Eins ist klar. Jeder meiner Wichtelfreunde hat jeweils nur eine Pflanzenart zu Hause und die anderen haben diese Pflanze nicht. Jeder meiner Freunde hat auch eine ganz besondere Eigenschaft, die die anderen nicht haben. Ich weiß nur nicht mehr genau wer immer welche hat. Und jeder hat eben einen der anderen gewählt gehabt. Jetzt weiß ich aber eben nicht wen ich abholen muss, damit er hier ernten darf. Wenn ihr mir helft und mir den richtigen Freund nennen könnt, den ich holen soll, dann bekommt ich dafür natürlich gern meine Weihnachtskugel.

Aufgabe Nr. 7:
Kannst du uns und Thymo den Freund nennen, den er holen soll?
Dafür bekommst du 5 Punkte.
Wenn du uns auch noch sagen kannst, welcher Freund genau welche Eigenschaften hat und wer wen gewählt hat sowie wer zu Hause welche Pflanze hat, dann bekommst du zusätzlich weitere 5 Punkte.

Wenn du heute noch richtig antwortest bekommst du, wie solle es auch anders sein, auch heute einen Extrapunkt.


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Gib dein Team/deinen Namen an und schreibe zudem in das TextfeldRätselnummer “Lösung Rätsel 7”.

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(Achtung, denke dabei daran, dass die Datei höchstens 2 MB groß sein darf – Kameraeinstellung am Handy auf 2 MB oder kleiner stellen oder aber das gemachte Foto komprimieren).

06. Dezember 2025 – Auf zum Weihnachtsmannhaus

Als Théo den verbrannten Cupcake nehmen muss, verzieht er das Gesicht. Langsam und zögernd schiebt er ihn in den Mund, kaut und schluckt.

“Irggh. Dégoûtant – ekelig.”, bricht es aus Théo hervor, “Gut du (h)ast gagné – ehm – gewonnen.”
Dann fügt er leise hinzu:
“Du (h)ast Recht. Ich besitze die Weihnachtskugel und werde sie dir geben.”

In dem Moment, als Théo seinen Satz beendet und leise erwähnt, dass er auch eine besondere Weihnachtskugel besitzt, verändert sich etwas in der Backstube.
Die Luft über dem Tisch beginnt kaum merklich zu flimmern – als würden winzige Funken aus glühendem Zimt und karamellisierter Wärme darin tanzen. Ein leises, warmes Knistern breitet sich aus, wie das erste Flackern eines frisch entzündeten Kaminfeuers.

Dann wächst erneut das Funkeln zwischen euch. Es ist jedoch dieses Mal keine leichte, frostige Wintermagie. Nein, es handelt sich um etwas Wärmeres, Tieferes… – eine Verbindung, die nach frisch gebackenem Brot, süßem Honig und einer Spur Mut riecht.
So sanft wie ein flammender Sonnenstrahl, der durch Schneewolken bricht.

Mit einem kurzen Räuspern tritt Théo einen Schritt zurück, greift hinter seinen großen Holzofen – dorthin, wo sonst nur die geheime Vorratskammer für seine besten Zutaten liegt. Und tatsächlich: Er zieht ein kleines Säckchen hervor, aus dem ein rötlich-goldenes Glühen dringt. Als er es öffnet, kommt eine feurig schimmernde, magische, feuerrote Weihnachtskugel zum Vorschein. Sie pulsiert wie eine winzige, lebende Flamme, doch ihre Wärme ist weich und sicher und ihr Schein ist beruhigend und spannend zugleich.

Théo hält sie vorsichtig in den Händen, und einen Moment lang spiegelt sich das Licht darin in seinen Augen. Auch er atmet tief durch – und man spürt, wie auch bei Théo eine unsichtbare Last von ihm fällt. Auch sein Blick scheint sich weiter zu klaren, seine Miene löst sich, und die funkelnde Wärme, die den Raum erfüllt hatte, ebbt langsam ab.
Nicht abrupt, sondern im sanften Rhythmus eines Zaubers, der weiß, wann seine Aufgabe erfüllt ist. Wie das letzte Glimmen einer Glut, die noch lange nachstrahlt.

Du dankst Théo und legst die Kugel sacht zur Winterkugel in euren Rucksack, den Lumo sofort wieder herüberreicht.

“Hast die eine Idee, wer noch so eine Winterkugel haben könnte?” fragst du Théo hoffnungsvoll.

Er lächelt und antwortet mit ruhiger warmer Stimme:
“Certainement! Bien sûr! – Sicher. – Mir schoß eben eine solche Eingebung durch den Kopf. Eine Weihnachtskugel liegt wohl in den sorgsamen (H)änden des Gärtnerwichtels.”

“Wundervoll. Dann besuchen wir ihn sofort.”, lachen dein Mund und dein Herz.

“Pas si vite. Attendez une minute. – eh – Nicht so (h)astig. Warte. Der Gärtnerwichtel ist immer im Gewächshaus und das ist (h)inter dem (H)aus des Weihnachsmannes. Da ist bislang außer ihm noch kein anderer Weihnachtswichtel gewesen.”, fährt Théo fort.

“Ich denke, der Weihnachtsmann kommt nur einmal im Jahr hier her.”, nimmst du das Gespräch auf, “Warum hat er dann hier ein Haus?”

Lumo murmelt, “Nun, das war sein Haus, als wir noch alle mit dem Wichteldorf am Nordpol lebten – bevor Krampus uns alle in die Schneekugel gesteckt hat. Wenn er zur Weihnacht kommt, geht er immer zu seinem Haus für die letzten Vorbereitungen. Seine Rentiere sind auch dort im Stall. Er holt sie dann immer hier auf den Markt, damit wir alles verladen und anspannen können. Mit ihnen reist er dann irgendwie aus der Schneekugel hinaus, um an Weihnachten die Geschenke zu verteilen.”

“Gut, aber was ist dann das Problem?”, fragst du weiter und blickst zwischen Tomte und Théo hin und her.

Tomte schiebt seine Mütze ein Stück zurück, seufzt und verschränkt die kleinen Arme.
„Weißt du,“ beginnt er, „das Weihnachtsmannhaus liegt mitsamt dem Rentierstall und dem Gewächshaus in einem Irrgarten aus hohen Hecken. Ein richtig verzwicktes Labyrinth. Nur der Weihnachtsmann selbst und der Gärtnerwichtel kennen den sicheren Weg hindurch.“

Théo nickt ernst, seine Backen noch leicht gerötet vom Ofenfeuer.
„Die (H)ecken wachsen in riesige (H)öhen.“

Du spürst, wie Lumo an deiner Seite unruhig mit den Füßen scharrt.
„Wir müssen es versuchen“, sagst du entschlossen.

Lumo hebt sofort seine Laterne und sein Blick wird hell und entschlossen.
„Genau! Jeder Schritt, den wir unternehmen, bringt uns näher zur nächsten Weihnachtskugel – und das bedeutet auch, wir kommen auch dem näher, das Dorf und dich aus der Schneekugel zu befreien.“

Tomte zögert einen Moment, dann lächelt er schief. „Na gut … wenn du wirklich bereit bist, dann sollten wir im Gewächshaus den Gärtnerwichtel suchen. Ich kenne den Eingang zum Labyrinth der Hecken.“

Lumo nickt eifrig. „Dann verlieren wir keine Zeit.“

Du spürst ein Kribbeln in der Luft, eine Mischung aus Aufregung und Magie.
Mit einem letzten, dankbaren Blick zu Théo trittst du nach draußen in die kalte Schneeluft, die Laterne in Lumos Hand wirft lange tanzende Schatten auf euren Weg und schon bald steht ihr am Eingang des Labyrinths.

Rätselaufgabe Nr. 6:

Nun geht es durch das Labyrinth zum Haus des Weihnachtsmanns. Du stehts vor dem Eingang ganz oben und musst in die Mitte vordringen.
Schau dir gut die Karte des Labyrinths genau an. Kannst du den Weg zum Weihnachtsmannhaus und dem Gewächshaus im Zentrum des Labyrinths finden?

Für die richtige Lösung, die du uns schickst, bekommst du 5 Punkte.
Wie immer gilt: Wenn du heute noch richtig antwortest, bekommst du einen Extrapunkt.

Maile uns deine Idee für den richtigen Weg. Markiere dazu den Weg auf der Labyrinthkarte.
Wenn du magst, kannst du dir hier das Labyrinth auch ausdrucken und ‘downloaden’:


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