Noch seid ihr gefangen, doch kaum legt ihr die letzte dreizehnte Weihnachtskugel auf die Wabe, da hört ihr die Stimme des Krampus noch einmal: “Betrug. Das ist nicht möglich.”
Die Schneekugel beginnt zu zittern und zu beben. Die Welt um euch herum ist klein geworden, eingeschlossen hinter kaltem, gewölbtem Glas. Schneeflocken wirbeln unaufhörlich durch die Luft, obwohl kein Wind zu spüren ist. Jeder Atemzug hallt seltsam gedämpft wider, als würde die Schneekugel selbst lauschen. Dann beginnt es zu donnern. Erst fern, tief und grollend – dann immer näher, lauter, bedrohlicher. Das Glas vibriert. Ein krachen fährt durch die Kugel, so stark, dass ihr das Gleichgewicht verliert.
Feine Risse ziehen sich über die Innenseite der Schneekugel. Sie verzweigen sich wie Blitze am Himmel, breiten sich aus, werden größer. Mit jedem weiteren Donnerschlag splittert das Glas weiter, bis es das Geräusch eines zerreißenden Winters selbst annimmt. Dann – ein letzter, ohrenbetäubender Knall.
Die Schneekugel zerbirst.
Für einen Atemzug herrscht völlige Stille. Dann spürt ihr kalte Luft auf eurer Haut. Schnee knirscht unter euren Füßen. Ihr steht im Freien, unter einem weiten, klaren Himmel – am Nordpol. Die Nacht ist hell vom Schnee, und über euch tanzen schwache Polarlichter.
Nicht weit entfernt, nur wenige hundert Meter, liegt das richtige Wichteldorf. Kleine Häuser mit schiefen Dächern, warmem Licht in den Fenstern und Rauch aus den Schornsteinen schmiegen sich in die Schneelandschaft. Glocken klingen, Türen öffnen sich – die Wichtel sind wieder daheim.
Neben euch steht der Weihnachtsmann. Groß, ruhig, mit einem Lächeln, das Erleichterung und Stolz zugleich trägt. Seine Stimme ist warm, als er euch gratuliert: “Ihr seid der Falle des Krampus entkommen – einer List, die schon viele Reisende für immer gebunden hat. Ihre habt, meine Wichtel und das Weihnachtsfest gerettet. Danke. Die Wichtel haben endlich ihr wahres Zuhause zurück. Doch nun ist es auch bald Zeit für euch zu gehen. Weihnachten ist da. Ihr ward nur eine Nacht in der Kugel, doch die Zeit läuft in der Schneekugel anders und heute ist bereits Weihnachten. Ihr habt es gerade so geschafft.
Die Wichtel kommen herbeigeeilt. Sie lachen, rufen eure Namen, und schließlich umarmen sie dich – den Fremden voller Dankbarkeit. Lumo klammert sich an dich und drückt dich und deine Hand ungestühm., während Tomte euch mit glänzenden Augen zunickt. Für einen Moment fühlt es sich an, als sei alles gut. Als sei dies vielleicht das Ende der Reise.
Doch dann verändert sich die Luft.
Auf einem nahen Schneehügel beginnt etwas zu leuchten. Zuerst ist es nur ein Schimmer, dann formt sich daraus eine regenbogenfarbene Spirale. Sie dreht sich langsam, hypnotisch, ihre Farben fließen ineinander wie lebendiges Licht. Schnee hebt sich vom Boden, wird vom Sog erfasst und tanzt um die Spirale herum.
Du weißt instinktiv: Sie ist nicht zufällig hier. Dies ist dein Weg Heim.
Kaum hast du dich von Lumo, Tomte und dem Weihnachtsmann verabschiedet, hast ein letztes Mal in die vertrauten Gesichter der Wichtel geblickt, da packt dich eine unsichtbare Kraft. Der Boden verschwindet unter euren Füßen. Farben, Stimmen und Kälte verschmelzen zu einem einzigen Strudel. Die Welt zieht sich zusammen, dreht sich – Zeit selbst scheint den Halt zu verlieren.
Dann Stille.
Du steht wieder auf festem Boden. Warme, staubige Luft umgibt dich. Hohe Regale ragen auf, gefüllt mit alten Büchern. Holz knarrt leise. Da bist zu zurück in der alten Bücherei, genau dort, wo alles begonnen hat – neben dem Regal mit der Weihnachtskugel.
Sie steht still da, unscheinbar, als wäre sie niemals zerbrochen. Als hätte sie nur gewartet. Lächelnd nimmst du sie in die Hand.
“Du darfst sie gern behalten.” hörst du hinter dir die Stimme des Weihnachtsmannes, der in dem Sessel sitzt, in dem du zu Beginn den Sack hast liegen sehen. Er lächelt die zu. “Gut gemacht. Die Zeitz in der Schneekugel hat dich verändert. Fahr Heim um feiere eine wunderschönes gesegnetes Weihnachtsfest. Du hast der Welt Weihnachten gesichert. Das ist mehr als du dir vorzustellen vermagst. Ach ja, -noch etwas. Dein Wagen ist schon lange repariert. Die Zeit hier ist vorangeschritten. Hole ihn ab und fahre Heim. Man wartet schon auf dich.”
Als du antworten willst ist der Weihnachtsmann bereits verschwunden. Also verlässt du den Antiquitätenladen und stapfst duch den Schne zur Werkstatt zurück. Tatsächlich ist dein Wagen fertig und scheint besser als je zuvor. Nachdem du deich bei Gernot dem Autmechaniker bedankt und ihn bezahlt hast, steigst du nachdenklich in deinen Wagen. Auf dem Beifahrersitz liegt eine wundersame Schneekugel.
Du gibst Gas – in Richtung Heimat – und schon bist du um die Ecke verschwunden.
“Ihr habt mein Problem gleöst und ich kann endlich meine Eier kochen.”, spricht euch der Maître an, nachdem ihr ihm erklärt habt, was er mit den Sanduhren machen muss, um die richtige Dauer für die Eier herauszufinden.
“Ihr sollt meine Kugel haben”, fährt er fort und holt aus einem Glasschränkchen die wunderbare, klare Zeitkugel hervor und überreicht sie euch feierlich.
Die Zeit-Weihnachtskugel wirkt auf den ersten Blick stiller als alle anderen. Nicht leise – sondern abwartend. Als würde sie nicht im Jetzt liegen, sondern nur kurz hier verweilen. Ihre Oberfläche besteht aus einem klaren, tiefen Glas, das niemals ganz gleich aussieht. Je nachdem, wie du sie betrachtest, scheint sie alt und neu zugleich: hier matt wie angelaufene Erinnerung, dort glatt und glänzend wie ein eben entstandener Moment. Feine Linien ziehen sich über die Kugel, wie winzige Risse – doch sie sind keine Brüche, sondern Zeitadern, die sich langsam verschieben, fast unmerklich – Stück für Stück voranschreitend.
Im Inneren der Kugel schweben mehrere Schichten übereinander, wie transparente Schleier. Auf jeder Ebene bewegen sich kleine Partikel: goldene Staubkörner, silberne Funken, dunkle Punkte wie Schatten vergangener Sekunden. Sie fallen nicht einfach nach unten. Manche steigen auf. Manche bleiben stehen. Manche verschwinden plötzlich – als hätten sie ihre Aufgabe erfüllt.
Als du die Zeit-Weihnachtskugel in deiner Hand wiegst, verändert sich dein Empfinden. Die Welt um dich herum bleibt gleich – und doch hast du das Gefühl, als würde sie atmen. Ein leises Ticken entsteht, nicht hörbar mit den Ohren, sondern spürbar im Inneren, wie ein zweiter Herzschlag. Er passt sich nicht dir an – du passt dich ihm an. Du fühlst, wie das Ticken zwischen dir, dem Maître und der Kugel hin- und herspringt und euch verbindet – ja vollständig vereint.
Hältst du die Kugel ganz still und blickst hinein, kannst du manchmal Szenen erkennen:
ein flüchtiges Bild von etwas, das war,
ein undeutliches Aufleuchten dessen, was gerade geschieht,
ein schimmernder Schatten von etwas, das noch nicht ist.
Diese Bilder sind jedoch nie klar. Die Zeit-Weihnachtskugel zeigt keine Antworten, sondern Zusammenhänge. Dann wird die Kugel warm in deinen Händen. Das Ticken verstummt. Und für einen Atemzug lang fühlt sich die Zeit selbst freundlich an.
Dann hörst du eine Stimme, dröhnend und laut, dass sie in der ganzen Schneekugel widerhallt und bei einigen Wichtelhäusern den Schnee auf dem Dach abrutschen lässt. “Ihr habt es doch tatsächlich geschafft, alle Kugeln zu finden und sie mit dir zu verbinden. Das ist doch nicht möglich. Alle 13 Kugeln?! Das darf nicht wahr sein – du hast beinahe meinen Fluch zunichtegemacht! Elende Menschenseele! Jede einzelne Kugel hast du mir entrissen! Ich spüre es… die Magie schwindet! Das ist DEINE Schuld! Fluch über dich! Mein Werk, in Mitleidenschaft gezogen von bloßen Menschenhänden! In nur einer Nacht. Und jetzt, wo gerade die Sonne aufgeht, glaubtst du wohl, du hast gewonnen? Aber ich, der Krampus vergisst NIE! Du hast es noch nicht geschafft und nun mache ich es dir schwieriger denn je zuvor.”
“Oh nein, dass ist die Stimme des Krampus.” flüstert Lumo aufgeregt, doch eh er forfahren kann werdet ihr von einem Wirbel aus Luft erfasst, der euch drei aus dem Hotel und hin zu der Stelle trägt, an der du zum ersten Mal das Wichteldorf gesehen hast. Schnee stobt auf und mit einem Krachen, landet ihr hart auf dem Boden und rappelt euch nur mühsam auf – Haare, Kleider – alles ist schneegetränkt.
Dann beginnt der Boden unter euren Füßen unheilvoll zu beben. Erst ist es nur ein fernes Grollen, doch innerhalb weniger Herzschläge wird es stärker, lässt den Schnee zittern und von den Bäumen rieseln. Mit einem ohrenbetäubenden Krachen reißt die Erde auf, als würde etwas Uraltes aus der Tiefe erwachen. Dunkle Risse durchziehen den gefrorenen Boden, Schnee fliegt durch die Luft, Steine werden emporgeschleudert.
Aus der klaffenden Spalte schiebt sich langsam eine riesige Wabe aus massivem, altem Holz nach oben – gezimmert, von tiefen Kerben durchzogen und durch einen Zauber zusammengehalten. Das Holz ist zunächst dunkel, feucht und wirkt, als hätte es jahrhundertelang im Verborgenen gelauert. Schnee und Erdklumpen prasseln von ihr herab, während sie sich weiter erhebt.
Mit einem letzten, gewaltigen Ruck bricht die Wabe vollständig aus dem Boden hervor und kracht schwer vor euch in den Schnee. Der Aufprall lässt die Erde erneut erzittern, eine Wolke aus Pulverschnee steigt auf, und für einen Moment liegt nur das leise Knacken des Eises in der Luft. Vor euch ragt dieses monströse Holzgebilde empor – bedrohlich, fremd und voller unausgesprochener Geheimnisse.
Dann und erklingt die Stimme des Krampus erneut:
“Nun, zwei Wichtel und ein Fremder. So ist es gesagt. Das seid dann wohl ihr. In vielen Legenden heißt es: Wer die Zeit verstehen will, muss lernen, sie loszulassen. Aber könnt ihr das? Das Schwerste steht euch noch bevor. Ihr müsste mein Zauberrätsel lösen, denn nur so könnt ihr meine Magie brechen. Und ich bin mir sicher: Ihr werdet es nicht schaffen. Versucht es ruhig, aber ihr werdet ewig in dieser Schneekugel gefangen sein! Und wenn ihr es nicht schafft meinen magischen Bann zu brechen, dann hilft auch der Zauber des Weihnachsmannes nicht mehr. Er wird dann auch nicht mehr hier in die Schneekugel hinein kommen, um vor Weihnachten Geschenke zu holen.”, ein dröhnendes Lachen des Krampus schallt duch die gesamte Schneekugel und lässt euch allein durch seinen Hall wieder zu Boden sacken. “Weihnachten ist dann für alle Zeit vorbei!”
“Vielleicht sollten wir es nicht versuchen.”, wirft jetzt Tomte ein, “Wir setzen das ganze Weihnachtsfest aufs Spiel. Der Krampus ist gefährlich, er ist älter als die Christenheit und steht für das Dunkle des Winters. Mit ihm ist nicht zu spaßen.”
“Meinst du das wirklich? Dann traust du den Worten des Krampus?”, fragst du ihn, “Nein, so geht das nicht. Wir müssen es wagen, denn nur auf diese Weise können wir sicher sein, dass ihr Wichtel und ich hier herauskommen und ihm nicht noch etwas anderes einfällt, um den Zugang zu Schneekugel für den Weihnachtsmann zu versperren. Er hat doch alle Zeit der Welt.”
Du richtest deinen Blick fest auf, die riesige Holzwabe.Das Brett ist sechseckig und wirkt wie eine große, massive Holztafel, die direkt in einer dicken Schneedecke liegt. Die Holzoberfläche sieht inzwischen warm honigbraun aus. Sie ist nun sichtbar gemasert und leicht verwittert, mit klaren, sauber gefrästen Kanten. Entlang der oberen Ränder liegt eine unregelmäßige Schicht aus frischem Schnee, die das Brett winterlich einrahmt. Von dem Riß im Boden ist nichts mehr zu erkennen, als wäre die Wabe schon immer hier gewesen. Im Inneren der Holzwabe befindet sich ebenfalls eine wabenartige Anordnung aus gleichmäßigen, kreisförmigen Vertiefungen. Diese Vertiefungen sind hexagonal versetzt, ähnlich einer Bienenwabe, sodass der verfügbare Raum optimal genutzt wird. In jeder Vertiefung liegt exakt eine Kugel, alle gleich groß, perfekt zentriert und dicht nebeneinander angeordnet. Alle Kugeln sind grau-silbern, leicht metallisch schimmernd und reflektieren sanft das kalte Umgebungslicht. Ihre Oberfläche ist glatt, ohne Unterschiede in Größe oder Form, was dem Brett eine sehr harmonische, geometrisch präzise Wirkung verleiht.
“Nun denn!”, hört ihr das Gebrüll des Krampus, “Es ist doch ganz einfach. Ihr müsst nur die Weihnachtskugeln auf die richtigen Stellen der Wabe legen. Die Weihnachtskugelmagie hat die Macht, aus den silbernen Kugeln, goldene Kugeln der ewigen Weihnacht zu machen. Schau euch eure Kugeln genau an. Sie verändern das Wabenfeld auf das ihr sie legt und alle silbernen Kugel, soweit ihr Zauber reicht. Ich müsst aber alle silbernen Kugeln in goldene Kugeln verwandeln und eure Weihnachtskugelstrahlen dürfen sich dabei nicht überschneiden. Nur wenn alle silberenen Kugeln zu goldenen Kugeln geworden sind, seid ihr aus der Schneekugel befreit. Gebt euch Mühe! Denn ich möchte sehen wie ihr euch abmüht, hadert und scheitert.”
Wieder ertönt das dröhnende Lachen. Ihr holt alle Kugeln aus dem Sack hervor und legt sie vor euch in den Schnee. Kaum liegen alle nebeneinander, so erscheinen Strahlen in verschiedenen Formen um die dreizehn Kugeln. Die Formen der Strahlen sind aber sehr unterschiedlich und ihr seht sie euch genau an.
“Nein.”, stöhnt Lumo, “Das schaffen wir nie.”
RätselaufgabeNr. 24:
Morgen, am 25.12. erfahrt ihr, wie die Geschichte zu Ende geht. Wir wünschen euch an dieser Stelle schon einmal ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest. Macht es euch schön und genießt die Zeit.
Aber jetzt ist es an euch, das Rätsel des Krampus zu lösen. Es ist Zeit zu puzzeln. Legt die Kugeln auf das Wabenbrett. Die Strahlen der Kugeln dürfen sich nicht überlappen und ihr müsst alle silbernen Kugeln erreichen und in ewige goldende Weihnachtskugeln verwandeln.
Hier kommen Erklärungen der Kugeln und ihre Strahlenformen, die ihr seht:
Die orangen Linien, in den Bildern unten, sind die Strahlen und zeigen euch, welche Kugeln sich in goldene Kugeln verändern. Es verändern sich immer die Kugel, auf dir ihr eure Weihnachskugel legt (Zahl – z.B. 1) und die Kugeln, die von der oder den orangenen Linien berührt werden.
Die Strahlen ergeben sich nur in der Richtung, wie auf den Bildern. Sie können nicht gedreht werden, sondern sind in ihrer Richtung immer so wie auf den Bildern, die nun folgen:
Kugel 1- Eis – dreht drei Kugeln von silber zu Gold:
Kugel 2 – Feuer, Kugel 6 – Erde, Kugel 9 – Elektrizität, Kugel 10 – Schnee und Kugel 11 Kristall, verändern, sofern die Kugeln allein liegem, alle Kugeln die wie eine Wabe um sie herum liegen. Hier ein Beispiel von Kugel 10:
Kugel 3 – Pflanze, dreht alle Kugeln in Form einer Blüte:
Kugel 4 – Wasser verändert die Kugeln in ihrer Umgebung wie eine Wabenwelle:
Kugel 5 – Wind hat folgende Strahlenform einer Sanduhr:
Kugel 7 – Licht hat die Strahlenform eines Pfeils
Kugel 8 – Schatten wirft einen großen etwas diffiusen Strahlenkranz:
Kugel 12 – Klang, hat den Strahl eines nach unten gerichteten Tons:
Die 13. Weihnachtskugel der Zeit hat die Form eines vollkommeneren aufwärtstrebenden Pfeils:
Zudem gibt es noch zwei Kombinationsmöglichkeiten.
Wenn Kugel 2 direkt links neben Kugel 6 liegt, dann haben sie nicht mehr ihre eigenen Strahlen sondern einen neuen kombinierten Strahlenkranz:
Auchg wenn Kugel 9 links unter Kugel 11 liegt, ergibt sich ein gößerer kombinierter Strahlenkranz anstelle ihrer eigenen Strahlen:
Füllt die Wabe, besiegt den Krampus und rettet euch und die Wichtelwelt. Sendet uns die Wabe mit den eingezeichneten Zahlen der Weihnachtskugeln und ihren eingezeichneten Strahlen.
Für die richtige Lösung bekommst du 24 Punkte. Wie immer ist es auch heute so, dass du wenn du heute noch richtig antwortest einen Extrapunkt erhälst.
Maile uns die richtige Richtung und bestenfalls auch die Erklärung dafür. Sende uns deine Antwort über “Des Rätsels Lösung”. Gib dein Team/deinen Namen an und schreibe zudem in das TextfeldRätselnummer “Lösung Rätsel 24”.
Denke daran, dass du dich erst mit deinem Benutzernamen einloggen musst, bevor du ein Rätsel über den Menüpunkt “Des Rätsels Lösung” einsenden kannst.
Wie immer kannst du uns die Lösung auch als Foto davon mailen (Achtung, denke dabei daran, dass die Datei höchstens 2 MB groß sein darf – Kameraeinstellung am Handy auf 2 MB oder kleiner stellen oder aber das gemachte Foto komprimieren).
Nur gut, dass ihr die Aufgabe der Lehrerinnen Fräulein Fichtelweiß und Mathilda Zapfenherz lösen und den Wichtelkindern helfen konntet. Sonst hättet ihr vielleichjt noch nachsitzen müssen, denn Mathilda Zapfenherz ist eine nette aber auch stenge Lehrerin.
Nun lachen Fräulein Fichtelweiß und Mathilda Zapfenherz euch an und sagen wie aus einem Mund: “Danke, dass ihr den Wichtelkindern geholfen habt. Jetzt könnt ihr eure Aufgabe als Schulbegeleiter wirklich direkt übernehmen.”
“Aber deshalb sind wir doch gar nicht gekommen.”, sagts du schnell, “Wir sind keine Schulbegleiter und schon gar nicht geschickt worden.”
Lächelnd hebt Tomte den Kopf und sagt: “Stimmt. Das ist vollkommen richtig. Wir sind unterwegs und wollen uns alle aus der Schneekugel befreien und brauchen dafür alle magischen Weihnachtskugeln. Wir haben schon viele gefunden und nur die Kugel der Zeit fehlt uns noch. Wir wollten tatsächlich hier nur fragen, ob ihr vielleicht wisst, wer sie denn haben könnte.”
“Oh, schade. Ihr wärt prima Schulbegleiter gewesen. Hoffentlich werden die richtigen Begleiter noch geschickt. — Aber wegen eurer Frage: — Nichts leichter als das.”, lacht Fräulein Fichtelweiß, “Die hat doch der Maître im Wichtelhotel. Er ist doch so zeitverliebt. Bei jedem Gericht, dass er koch, brät oder gart achtet er penibel auf die Zeit, damit alles hervorragend gelingt. Daher hat er damals auch die Weihnachtskugel der Zeit erhalten.”
“Prima. Dann sind wir ja auf der Zielgeraden und gehen direkt einmal zum Hotel. Das ist ja gar nicht weit von hier in der Parallelstraße am Dorfrand.”, freut sich Lumo.
“Ganz genau.”, sagt Mathilda Zapfenherz, “Wir wünschen euch viel Erfolg. Wenn wir hier heraus kämen, würde das so Vieles erleichtern. Solltet ihr die Bürgermeisterin treffen, dann erinnert sie daran, dass wir dringend noch Schulbegeliter hier in der Schule benötigen. Macht´s gut.”
Mit einem Dank von dir verlasst ihr die Schule und nur wenige Moment später steht ihr vor dem Wichtelhotel. Es steht an Randes des Dofes vor einer verschneiten Winterlandschaft und ist aus Holz gebaut. Da es ein großes Hotel ist, besitzt es drei Stockwerke, auf denen sich jeweils ein breiter, kunstvoll verzierter Holzbalkon erstreckt. Die Balkone sind mit Girlanden und Schnee geschmückt und verleihen dem Gebäude eine festliche, einladende Atmosphäre, die dir sofort ins Auge fällt. Hinter dem Hotel geht gerade die Sonne auf und dir fällt auf, dass ihr die ganze Nacht unterwegs ward und die Wichtelkinder hier wohl sehr früh zur Schule mussten. Die Morgensonne taucht den Himmel in sanfte Orange- und Rosatöne. Ihr Licht spiegelt sich im frischen Schnee und sorgt für eine ruhige, friedliche Stimmung.
Rechts und links ragen zwei Türme am Haus empor, die das Dach des großen Hotels flankieren. Ihre spitzen Dächer sind mit einer dicken Schneeschicht bedeckt und aus den Schornsteinen des Hotels steigt sanft Rauch auf. Sicher ist es im Hotel gemütlich warm. In der Mitte des Gebäudes leuchten große Fenster in goldenem Licht, ebenso das Schild über dem Eingang, auf dem „Hotel“ steht. Das Hotel steht direkt an einer schneebedeckten Straße, entlang derer sich zu beiden Seiten kleinere, einstöckige Wichtelhäuser befinden, die wie fast alle Wichtelhäuser ebenfalls aus Holz errrichtet wurden. Laternen entlang des Weges glimmen noch leicht, während der neue Tag anbricht. Alles kommt dir vor, wie ein besonders ruhgiger Teil des Wichteldorfes, der noch im frühen Morgen schläft.
Ihr macht euch auf den Weg zum Eingang und nachdem ihr das Hotel betreten habt, fragt ihr an der Rezeption nach dem Maître de Cuisine und erklärt, warum ihr gekommen seid.
“Zaffran, unser Maître de Cuisine ist eigentlich für besucher nicht zu sprechen.”, antwortet die junge Wichtelin an der Rezption, “Aber bei eurem wichtigen Anliegen, will ich mal eine Ausnahme machen. Er hat gerade eh nicht mehr viel zu tun, denn er ist fast fertig mit seiner Arbeit. Er ist in der Küche und kocht nur noch die Eier. Geht dort entlang.” Sie zeigt in Richtun des Durchgangs zur Küche.
Als ihr eintretet, steht Zaffran an der Seite der Küche. Schnell erklärt ihr, dass ihr die Weihnachtskugel der Zeit von ihm benötigt. “Meine Kugel? Sie ist wichtig für mich. Zeit ist eine wichtigsten Dinge in der Küche.”, hört ihr ihn sofort sagen.
“Wer die Zeit verstehen und nutzen will, muss lernen, sie loszulassen.”, entgegnest du den Maître und ein kurzes Aufhellen erscheint in seinem Gesicht, “Zaffran, es wäre mir eine Ehre, wenn du sie mir geben würdest, und wir uns darn machen können, die Wichtel und auch mich aus dieser Schneekugel zu befreien.”
Ein leises, dann lauter werdendes Ticken ist zu hören. Es wabert durch den Raum zwischen dir und Zaffran doch verklingt es sogleich wieder.
“Nun.”, sprich der Maître, “Ihr sollt eure Chance bekommen. Löst einfach mein Problem.” Mit diesen Worten zeigt der Maître de Cuisine, der Kochwichtel Zaffran, auf zwei Eieruhren. Es handelt sich um wirklich wunderschöne Sanduhren.
“Die Erste benötigt 4 Minuten um ganz durchzulaufen, die Zweite 3 Minuten.”, erklärt Zaffran, “Meine liebe alte Sanduhr für 5 Minuten hat der kleine Küchenwichtel heute früh leider fallen gelassen und sie ist kaputt. Der Sand ist verstreut und wir können die Zeit nicht mehr mit ihr messen. Aber für meine weichen Eier ist eine Kochzeit von exakt 5 Minuten unumdingbar. Habt ihr eine Idee, wie ich mit diesen beiden Sanduhren hier genau 5 Minuten abmessen kann. Ich schaffe es nicht. Die Eier müssen aber bald fertig sein. Wenn ihr mir dieses Problem löst, dann bekommt ihr meine Zeitkugel.”
RätselaufgabeNr. 23:
Überlegt gut. Wie kann der Kochwichtel mit seinen zwei Eieruhren fünf Minuten Zeit abmessen?
Für die richtige Lösung bekommst du 8 Punkte. Wie immer ist es auch heute so, dass du wenn du heute noch richtig antwortest einen Extrapunkt erhälst.
Maile uns die richtige Richtung und bestenfalls auch die Erklärung dafür. Sende uns deine Antwort über “Des Rätsels Lösung”. Gib dein Team/deinen Namen an und schreibe zudem in das TextfeldRätselnummer “Lösung Rätsel 23”.
Denke daran, dass du dich erst mit deinem Benutzernamen einloggen musst, bevor du ein Rätsel über den Menüpunkt “Des Rätsels Lösung” einsenden kannst.
Wie immer kannst du uns die Lösung auch als Foto davon mailen (Achtung, denke dabei daran, dass die Datei höchstens 2 MB groß sein darf – Kameraeinstellung am Handy auf 2 MB oder kleiner stellen oder aber das gemachte Foto komprimieren).
Als ihr Bitbert sagt, welche Katze es ist die miaut hat und die der Bürgermeisterin gehört, lacht er und sagt: “Wusste ich es doch. Ihr habt es raus. Meine Kugel könnt ihr gern haben, die liegt hier ohnehin nur rum. Ich habe viel zu viel zu tun, um mich mit so einem Kram zu beschäftigen.”
Kaum hat er das gesagt, greift er in einen kleinen IT-Schrank und holt eine verknitterte Papiertüte hervor und drückt sie dir in die Hand. Du greifst hinein und holst Bitberts Weihnachskugel hervor. Die Klang-Weihnachtskugel wirkt auf den ersten Blick still – beinahe unscheinbar. Doch schon nach wenigen Herzschlägen merkst du: Ihre Ruhe ist nur das Sammeln von Klang.
Die Kugel ist aus einem klaren, leicht milchigen Material gefertigt, das an gefrorenen Tau erinnert. Ihre Oberfläche schimmert sanft in Perlmuttfarben – Silbertöne, warme Goldschleier und ein Hauch von Blau wechseln sich ab, je nachdem, wie man sie bewegt. Wenn Licht auf sie fällt, scheint es nicht nur reflektiert, sondern in leisen Wellen weitergetragen zu werden, als würde die Kugel Licht hören können. Im Inneren schweben feine, ringförmige Strukturen – wie hauchdünne Schallringe oder Kreise auf Wasser, nachdem ein Tropfen gefallen ist. Diese Ringe bewegen sich langsam, pulsierend, nie zufällig. Manchmal überlagern sie sich, manchmal lösen sie sich auf, als würden sie einem unsichtbaren Rhythmus folgen. Zwischen ihnen glimmen winzige Punkte, wie schlafende Noten, die darauf warten, geweckt zu werden. Ein sanftes Summen entsteht, tief und beruhigend, wie der Nachhall einer fernen Glocke unter Schnee. Dieses Summen passt sich deiner Atmung an. Atmest du ruhiger, wird der Klang weich und rund. Wenn man die Kugel leicht bewegt, erklingen feine Töne: ein leiser Glockenklang – wie von Eis, das sich berührt, ein warmer Holzton, als würde irgendwo ein alter Resonanzkörper mitschwingen, ein hauchzarter Windklang, fast wie das Flüstern einer Melodie, die man nur halb erinnert. Diese Klänge kommen nicht nur aus der Kugel – sie entstehen in ihr und breiten sich in der Umgebung aus, als würden sie den Raum selbst zum Klingen bringen.Dann leuchtet die Kugel kurz auf, warm und klar, und für einen Moment scheint die Welt selbst im Einklang zu sein.
Weißt du, wer die letzte Kugel besitzt? Die Kugel der Zeit?”, fragst du Bitbert. Doch er schüttelt nur den Kopf. “Nein, für so einen Quatsch habe ich mich nie interessiert. Ich kenne nur zwei Wichtelinnen, die so etwas wissen könnten.”
“Wer?”, ruft Lumo.
Meine beiden Lehrerinnen von der Wichtelschule: Fräulein Fichtelweiß und Mathilda Zapfenherz.”, antwortet Bitbert und erklärt euch schnell den Weg, der euch wieder in das Wichteldorf und dann zur Wichtelschule führt.
Als ihr bei der Schule ankommt, ist trotz der sehr frühen Uhrzeit gerade bereits Unterricht.
“Hallo ihr drei. Gut das ihr kommt.”, ruft Mathilda Zapfenherz, “Wir hatten ja extra nach Schulbegleitern für unsere schwächeren Wichtelschüler und Wichtelschülerinnen gefragt. Toll, dass ihr so schnell angekommen seid. Wir hatten erst Ende der Woche damit gerechnet, dass die Bürgermeisterin euch schickt.”
“Aber, wir …”, beginnt Lumo doch kommt nicht weiter, denn Mathilda Zapfenherz legt den Finger auf den Mund und fährt fort: “Schshsh. Ruhe jetzt und stört nicht. Die Wichtelkinder haben gerade eine Aufgabe. Ihr seid eh nicht pünktlich zur ersten Stunde. Setzt euch einfach still hin. Wir klären den Rest später.”
Überrascht und etwas verschüchtert, bringt ihr kein Wort mehr heraus und setzt euch leise auf drei freie Stühle hinten in der Klasse.
Nach etwa zwanzig Minuten ist klar, dass keines der Wichtelkinder die Aufgabe zu lösen vermag und eine Wichtelkind in der hinteren Reihe meldet sich bis es aufgerufen wird: “Fräulein Fichtelweiß – Frau Zapfenherz. Wir schaffen das nicht. Können nicht mal unsere neuen Schulbegleiter zeigen was sie können und uns helfen?”
Fräulein Fichtelweiß lächelt: “Gut, Wenzel, dann fragen wir die drei einmal. Dann sehen wir direkt, ob sie hier eine gute Figur machen können.” Sie schaut zu euch und erklärt euch die Aufgabe, die die Wichelkinder gerade lösen sollten:
“Die Kinder sollen die Wichteleisenbahn rangieren und die Wagons in der richtigen Reihenfolge ankoppeln. Die Wichteldampflok kann vorwärts und rückwärts fahren und dabei beliebig viele Wagons ziehen und schieben. Jedes Mal, wenn ein Wagon angekoppelt oder ein Wagon abgekoppelt wird, zählt das als eine Rangieroperation. Wie viele Rangieroperationen sind mindestens nötig, die Wagons in die richtige Reihenfolge zu bringen. Zu Beginn stehen die Zugwaggons in der Reihenfolge D-E-C-B-A. Wieviel man muss man mindesten rangieren, um die Reihung in alphabethiser Reihenfolge zu haben also A-B-C-D-E?”
Dann zeigt sie euch ein Bild der Wichteleisenbahn, wie sie zu Beginn aussieht, wenn die Wagons noch die Reihenfolge D-E-C-B-A haben:
So nun seht ihr es: Wagon D ist also rot. Wagon E ist gelb. Wagon C ist blau. Wagon B ist orange und Wagon A ist grün.”, erklärt Fräulein Fichtelweiß, “So, nun zeigt den Wichelkindern mal wie man die Lösung findet.”
Ihr schaut euch das Bild genau an und beginnt zu überlegen.
Aufgabe Nr. 22:
Sagt Fräulein Fichtelweiß und Mathilda Zapfenherz wieviel mal man mindestens rangieren muss. Man kann immer beliebig viele zusammenhängende Waggons an- und abkoppeln.
Sendet uns eure Antwort über “Des Rätsels Lösung” und erhaltet dafür 20 Punkte minus die Zahl der Rangierungen die ihr braucht. Findet ihr die Zahl, die man mindestens benötigt, so erhaltet ihr 2 Sonderpunkte. Sagt, wieviel mal ihr rangiert und was ihr an oder abkoppelt. Schreibt uns also die einzelnen Fahr- und Koppelschritte beim An- und Abkoopeln. Am Ende muss die Reihenfolge der Wagons A-B-C-D-E sein.
Wenn ihr heute noch richtig antwortet bekommst ihr, wie jeden Tag, einen Extrapunkt.
Gebt euren Team-/ Namen an und schreibt zudem in das Textfeld Rätselnummer “Lösung Rätsel 22”.
Denkt daran, dass ihr euch erst mit eurem Benutzernamen einloggen müsst, bevor ihr ein Rätsel über den Menüpunkt “Des Rätsels Lösung” einsenden könnt. Wie immer könnt ihr uns die Lösung auch als Foto davon mailen (Achtung, denkt dabei daran, dass die Datei höchstens 2 MB groß sein darf – Kameraeinstellung am Handy auf 2 MB oder kleiner stellen oder aber das gemachte Foto komprimieren).
Schnell habt ihr die Gebissplanung aufgefüllt und gebt sie Molaris. Ein Lächeln umspielt ihren Mund und Molaris geht zu einer der kleinen Holztruhen, die mit unzähligen feinsten Werkzeugen und Dosen gefüllt ist. Vorsichtig zieht sie eine längliche Schublade heraus. Darin liegen keine Zähne, sondern sauber in Samt gebettet geschliffene, unpolierte Quarzkristalle. Molaris nimmt einen Kristall in die Hand, der etwas größer als ihre Daumenspitze ist. Er ist durchsichtig wie Eis und makellos klar, und fängt das Licht des Fensters hundertfach ein.
„Ich nutze Bergkristalle zur Veredelung meiner präzisesten Arbeiten – sie härten das Material und verleihen dem Gebiss Stabilität und die Fähigkeit, Erinnerungen an warme Mahlzeiten und herzhaftes Lachen zu speichern“, erklärt sie mit einem stolzen Lächeln. „Aber ich besitze ein besonderes Kugel-Kristallstück, das ich nie benutzt habe. Es ist zu rein und zu groß für meinen Gebrauch: Die Kristallkugel.“
Sie dreht sich zu dir um und holt aus einem versteckten Fach in der Werkbank eine zweite, kleine Samttasche hervor. Als sie diese öffnet, offenbart sich ein Gegenstand, der aussieht, als wäre er aus fest gewordenem, reinem Quellwasser gefertigt. Es ist eine kleine Kugel, die völlig transparent ist. Sie ist keine Winterkugel im eigentlichen Sinne, aber in ihrer Mitte scheint ein winziger Hauch von blau-weißem Frost gefangen zu sein. In dem Moment, als Molaris sie dir hinhält, geschieht es:
Die Luft in der Werkstatt vibriert mit einem hohen, klaren Ton, als würde ein feiner Kristallbecher angeschlagen. Der Duft nach Gips und Poliermittel weicht einem Geruch von frischer Bergluft, reinem Schnee und der Schärfe von Präzisionsmetall. Eine scharfe, kühle Linie aus Licht schießt von der Kristallkugel in Molaris Hand direkt in dein Herz. Es ist eine Verbindung der Klarheit. Du spürst, wie deine Gedanken blitzschnell geordnet werden, deine Entschlossenheit kristallisiert sich und eine logische Klarheit erfüllt dich, wie ein Blick durch ein frisch geputztes Fenster. Es entsteht eine Verbindung, die nach Ordnung, Struktur und der unverfälschten Wahrheit riecht.
„Ihr habt Recht. Ich besitze die Kugel, die man auch den Kristall der Klarheit nennt und werde ihn euch geben“, sagt Molaris.
Die nun fast schon transparente Kugel liegt jetzt in deiner Hand. Sie fühlt sich kühl, aber nicht kalt an, und strahlt eine Stille aus, die den Lärm der Welt verstummen lässt. Du dankst Molaris und legst sie vorsichtig zu den anderen Kugeln in deinem Rucksack.
„Hast du eine Idee, wer noch so eine Weihnachtskugel oder ein ähnliches magisches Objekt haben könnte?“ fragst du Molaris hoffnungsvoll.
Sie lächelt, nimmt einen Löffel von dem Gips, den sie für ihre Arbeit benötigt, und antwortet:
„Ich denke, du brauchst jemanden, der sich mit neuen technischen Dingen und Klängen auskennt.”, sagt Molaris und erklärt euch schnell den Weg zum IT-Wichtel, dem ihr sofort folgt, bis ihr bei seinem Haus ankommt und von ihm hereingerufen werdet.
Als das Haus betretet, steht dort ein kleiner Wichtel mit roter Zipfelmütze, weißem Bart und freundlichem Gesichtsausdruck, der einen braunen Pullover, dunkle Hosen und robuste Stiefel trägt. In seiner Hand hält er eine grüne Leiterplatte, die er euch stolz präsentiert. “Hallo, mein Name ist Bitbert. Was möchtet ihr denn hier?”, fragt er euch.
Schnell erklärt ihr, dass ihr die Wichtelwelt retten wollt und seine Weihnachtskugel benötigt. “Es müsste die Klangkugel sein, glaube ich.”, fährst du nach deinen Erklärungen fort, “Kennst du dich damit aus?”
Einen kurzen Moment scheint ein überirdischer Ton durch den Raum zu jagen und zwischen dir und Bitbert hin- und her reflektiert zu werden. Dann ist der Eindruck wieder verschwunden.
“Natürlich, auf meinem Computer kann ich alle Klänge erzeugen und mein Server hier”, er deutet nach hinten, “unterstützt mich umso mehr.”
Ihr folgt der deutenden Bewegung von Bitbert und bemerkt nun, dass ihr eigentlich in einem Raum steht, der wie eine Mischung aus Werkstatt und Serverraum wirkt. Rechts hinter Bitbert befindet sich ein Serverrack mit mehreren Geräten, aus denen bunte Kabel herausführen. Diese Kabel liegen kreuz und quer auf dem Holzboden und verstärken bei dir den Eindruck eines aktiven Technikarbeitsplatzes. Auf dem Boden liegen außerdem ein paar Werkzeuge wie Schraubenschlüssel und Schraubendreher. Links steht ein kleiner Tisch mit einem aufgeklappten Laptop. Hinter dem Tisch siehst du ein Fenster. Bitbert sieht nach einem fleißigen, sympathischen IT-Wichtels aus, der sich um Technik, Server und Elektronik kümmert – der Wichtelheld moderner Informationstechnologie.
Bitbert geht zu einem anderen Schreibtisch mit einem Compter, einer Tastatur und einem Bildschirm und wendet sich zu euch: “Schau mal her. Ich kümmere mich gerade um eine Suche nach der Katze der Bürgermeisterin. Die streunt immer wieder herum. Das besondere an ihr ist, dass sie immer sehr abgehackt miaut und immer dreimal hintereinander. Und wie finde ich sie? Klar mit Sound und IT und Radar. Wir sind der orangene Punkt hier in der Mitte und es gibt vier Richtungsquadanten Q1, Q2, Q3 und Q4. Mittels des Radars habe ich 6 Katzen (K1 bis K6) ausgemacht, die hier herumlaufen. Das sind die blauen Punkte auf dem Radar. Schaut mal, ihre Positionen werden angezeigt. Zudem habe ich vier Mikrofone – das sind die schwarzen Punkte auf dem Radar- auf den Wegen aufgestellt und das merkwürdige Miauen gerade eben aufgenommen. Der Ton kommt ja bei den Mikrofonen unterschiedlich spät an. Es ist nur eine sehr geringe Zeitdifferenz – aber es hilft, um herauszufinden, welche diejenige Katze ist, die so merkwüridg miaut hat. Wenn ihr mir sagt, welche es ist, dann hole ich sie schnell, gebe euch die Kugel und dann bringe ich die süße kleine Mieze direkt der Bürgermeisterin.”
Er drückt eine Taste und ihr könnt das Miauen hören:
Als ihr auf den Bildschirm schaut, seht ihr die Standorte der Mikrofone, die Postionen der Katzen sowie die aufgenommenen Klangwellen des Miauens.
Aufgabe Nr. 21: Könnt ihr Bitbert sagen, welche die richtige Katze der Bürgermeisterin ist, die miaut hat? Dann kann er sie schnell holen gehen.
Sendet uns eure Antwort über “Des Rätsels Lösung” und erhaltet dafür 6 Punkte. Ist es K1, K2, K3, K4, K5, oder K6.
Wenn ihr heute noch richtig antwortet bekommst ihr, wie jeden Tag, einen Extrapunkt.
Gebt euren Team-/ Namen an und schreibt zudem in das Textfeld Rätselnummer “Lösung Rätsel 21”.
Denkt daran, dass ihr euch erst mit eurem Benutzernamen einloggen müsst, bevor ihr ein Rätsel über den Menüpunkt “Des Rätsels Lösung” einsenden könnt. Wie immer könnt ihr uns die Lösung auch als Foto davon mailen (Achtung, denkt dabei daran, dass die Datei höchstens 2 MB groß sein darf – Kameraeinstellung am Handy auf 2 MB oder kleiner stellen oder aber das gemachte Foto komprimieren)
Nachdem ihr Pixelbart den Schnitt gezeigt habt und er einen Haufen Punkte in Clash of Cakes dafür erhalten hat, beugt er sich zu euch vor und senkt die Stimme. „Ihr musst – das weiß ich genau – zu einer Handwerkin gehen. Molaris ist die beste Zahntechnikerwichtelin im ganzen Wichtelreich. Sie arbeitet nicht nur mit Keramik, Gold, Kunststoff und Gips; sie benutzt gelegentlich auch geschliffene Bergkristalle, um die Haltbarkeit ihrer besten Wichtelgebisse zu versiegeln. Und wenn jemand einen seltenen, klaren Gegenstand schätzt, der die Erinnerung konserviert, dann ist es sie.”
Nachdem er euch den Weg erklärt hat, dankt ihr Pixelbart herzlich und lauf los. Nach einem kurzen Marsch am Rande des verschneiten Wald entlang, erreicht ihr ein kleines, aber sehr solides Wichtelhaus, das eher einer Holzhütte mit viel Tageslicht gleicht. Es ist das Werkstattlabor der Zahntechnikerwichtelin – genau die Werkstatt, die du dir auf dem Weg schon ausgemalt hast.
Schnell betretet ihr das Haus der Zahntechnikerwichtelin durch die nur angelehnte Tür und steht sofort in ihrer gemütlichen, holzgetäfelten Werkstatt. In der Raummitte steht die Wichtelin selbst. Sie trägt eine rote Wichtelmütze, einen vollen, weißen Bart und hat einen geflochten Zopf. In ihrem braunen Strickpullover oder ihrer dicken Jacke sieht sie in Verbindung mit ihrer Latzschürze aus Leder nach einer echten Handwerkerin aus. In ihrer Hand hält sie ein vollständiges Wichtelgebiss – eine Prothese – hoch und untersucht es genau. Die Zähne des Gebisses sind auffallend breit und robust, passend für einen Wichtel. Dann schaut sie auf und betrachtet euch mit einem freundlichen, aufmerksamen Blick.
“Hallo Ihr Drei.”, antwortet die Zahntechnikerwichtelin, “Mein Name ist Molaris. Willkommen in meinem Labor. Kann ich euch helfen?”
Während du noch zu einer Antwort ansetzt lässt du deinen Blick durch die Laborwerkstatt der Zahntechnikerin schweifen. Eine stabile, rustikale Holzwerkbank nimmt einen großen Teil des Raumes ein. Darauf liegen verschiedene Werkzeuge und Materialien. Auffällig ist eine kleine Poliermaschine oder ein Schleifgerät – ähnlich einem Schleifbock – und weitere unfertige Gebisse oder Zahnmodelle. Die Wände sind mit Regalen und Kommoden gesäumt. Sie sind angefüllt mit Gläsern, Flaschen – vermutlich mit Gips oder Abformmaterialien – und weiteren fertigen oder unfertigen Zahnprothesen sowie einer Reihe von Gebissmodellen in verschiedenen Stadien. Mehrere Holzkommoden mit kleinen Schubladen dienen der Wichtelin wohl zur Aufbewahrung von Werkzeugen und Kleinteilen. Alles vermittelt dir den Eindruck und die Atmosphäre von fleißiger Handwerkskunst.
“Eh, ja. Hallo Molaris. Wir kommen mit einer Bitte zu dir.”, beginnst du zu erzählen und Molaris hebt die Augenbrauen. Dann berichtest du ihr von dem Versuch der Rettung des Wichteldorfes und von den vielen Weihnachtskugeln, die ihr bereits gefunden und erhalten habt. “Molaris, wir denken, dass du auch, – eh -, dass du auch eine Weihnachskugel besitzt. Würdes du sie uns geben?”
“Mein Name – die Frage.”, Molaris schüttelt sich.
Im gleichen Moment knackt die Luft und es bilden sich kristallene Verbindungen zwischen ihr und dir. Sie glitzern, bilden Spiralen – doch dann fallen de Kristalle krachend zu Boden. Dort verwandeln Sie sich ein Rauch und bilden Rauchspiralen. Sekunden später ist alles wieder verschwunden.
“Ja, ich besitze eine Kristallweihnachtskugel, doch ohne eine Gegenleistung kann ich sie euch nicht geben.”, fährt die Wichtelin nun mit viel klarerer Stimme fort, “Aber ihr habt Glück, denn ich habe gerade einen sehr merkwürdigen und versnobten Auftrag bekommen. Ein Wichtel möchte ein komplett neues Gebiss von mir angefertigt haben. Ich weiß aber gar nicht, wie ich das anstellen soll, denn er möchte. dass ich die Zähne aus vier verschiedenen Materialien gestalte: Goldzähne, Keramikzähne, Kunststoffzähne und Kristallzähne. Das wäre auch eigenlich gar nicht schwer. Er möchte aber, dass im Oberkiefer sechs Kristallzähne eingebaut werden sollen. Auch sollen nie zwei Zähne aus gleichem Material nebeneinander sein und auch beim Ober- und Unterkiefer sollen nie zwei Zähne aus gleichem Material aufeinanderbeißen. Was aber das Schlimmste ist, er will auch nicht das der Zahn im Unterkiefer, der rechts neben einem Zahn, der dem jeweiligen Zahn im Oberkiefer gegenübersteht, aus dem gleichen Material ist, wie der Zahn im Oberkiefer. Ich bekomme das nicht geplant. Wenn ihr es aber schafft, dann bekommt ihr ganz sicher meine Kristallweihnachtskugel. Die habt ihr dann redlich verdient.”
“Was? He?”, kommt ein Kieksen von Lumo.
“Verstehe ich nicht.”, murmelt auch Tomte.
“Kannst du mal genauer erklären, was du meinst?”, fragst du gleichzeitig irritiert und vorsichtig.
“Gut, da muss ich wohl etwas ausholen. Wisst ihr, Wichtel haben insgesamt 24 Zähne, also 12 im Oberkiefer und 12 im Unterkiefer. Ihr Gebiss wirkt auf den ersten Blick robust und leicht überdimensioniert – perfekt angepasst an ihre Lebensweise.”, redet sich Zahntechnikerwichtelin in einen fachlichen Monolog,”Die Zähne eines Wichtels sind breiter und dicker, als die von euch Menschen. Trotz ihrer breiten Form wirken sie aber zumeist gleichmäßig und sind in der Regel erstaunlich gepflegt. Unsere Wichtelzahnform kombiniert Elemente menschlicher Zähne mit einer leicht abgerundeten, knollenartigen Ästhetik. Die obere Wichtelzahnreihe wirkt leicht nach außen gewölbt. Wir haben oben zwei breite fast quadratische Schneidezähne, die kräftig ausgeprägt sind – perfekt zum Abbeißen von Nüssen, Wurzelgemüse und Pilzen. Daneben haben wir zwei etwas kleinere, aber ebenfalls sehr breite seitliche Schneidezähne, neben denen zwei Eckzähne anschließen, die nicht so spitz wie bei den Menschen sind – eher stumpf, kegelförmig und sehr stabil. Danach kommen sechs Backenzähne, die die größten Zähne unseres Oberkiefers sind und sich durch breite Kauflächen mit flachen Höckern auszeichen und ideal zum Zermahlen von Körnern, Beeren und harter Kost sind. Unsere Oberkieferzähne stehen eng, aber harmonisch beieinander – oft ohne Lücken.”
Du willst gerade einmal eine Satz einwerfen, doch Molaris fährt bereits fort: “Nun, weißt du die zwölf Zähne unsere Unterkiefer sind etwas gerader, aber insgesamt ähnlich aufgebaut, auch hier gibt es zwei breite und kräftige mittlere Schneidezähne sowie zwei leicht geneigte seitliche Schneidezähne die eine effiziente Bisskante zu bilden. Auch unten haben wir zwei stumpfe und etwas gedrungene Eckzähne sowie schließlich sechs Backenzähne, die noch massiver sind als die oben und kräftige Kauflächen aufweisen. Der Unterkiefer von Wichteln ist meist leicht breiter, was uns Wichteln ein kräftiges, freundliches Gesichtsprofil verleiht.”
“Und was hat das nun mit deinem Problem zu tun?”, wirft Tomte ein.
“Oh, eigentlich nicht viel. Ihr müsst halt nur wissen, dass Wichtel 12 Zähne oben und 12 Zähne unten haben.”, antwortet Molaris.
“Na, dann sag das doch.”, faucht Tomte unwirsch.
“Gut also noch mal in Kürze:
Im Oberkiefer sollen sechs Kristallzähne verbaut werden.
Zähne, die nebeneinander sind, dürfen nicht aus dem gleichen Material sein.
Zähne, die aufeinander beißen, dürfen nicht aus dem gleichen Material sein.
Der Zahn unten, der rechts neben dem Zahn ist, auf den der Zahn von oben beißt, darf auch nicht das gleiche Material haben, wie der Zahn oben.
Ein einzelner Zahn ist nur aus einem Material.
Als Material habe ich Gold, Keramik, Kunststoff und Kristall.
Könnt ihr mir aufzeichnen, welchen Zahn oben und welchen Zahn unten ich in welchem Material erstellen soll. Schaut mal ein paar Zähne aus verschiedenen Materialien habe ich schon eingesetzt. Ihr könnt gern auf dem Zettel ergänzen, was wo hn kommt.”
Dann schiebt sie euch den Zettel herüber und ihr schaut verdutzt auf das Blatt und beginnt zu überlegen.
Aufgabe Nr. 20: Jetzt seid ihr an der Reihe.
Hier der Zettel mit der Zahnübersicht zum Download:
Merke: Zwei gleiche Materialen nebeneinander geht leider nicht! Weder im Oberkiefer noch im Unterkiefer!
Hier Zahn mit Gold oben direkt neben Zahn mit Gold oben! Geht nicht!
Zwei gleiche Materialen einander gegenüber geht auch nicht!
Hier Gold oben über Gold unten. Geht nicht!
Zwei gleiche Materialen mit einem Zahn unten nach rechts versetzt geht nicht!
Hier: Gold oben über einem Zahn mit einem anderen Materal aber rechts davon ein Zahn mit Gold. Geht nicht!
Fülle die Zahnübersicht korrekt aus und sende uns deine Antwort über “Des Rätsels Lösung” und erhalte dafür je Zahn, der richtig passt, einen Punkt.
Wenn du heute noch richtig antwortest bekommst du, wie immer, einen Extrapunkt.
Gib dein Team/deinen Namen an und schreibe zudem in das Textfeld Rätselnummer “Lösung Rätsel 20”.
Denke daran, dass du dich erst mit deinem Benutzernamen einloggen musst, bevor du ein Rätsel über den Menüpunkt “Des Rätsels Lösung” einsenden kannst. Wie immer kannst du uns die Lösung auch als Foto davon mailen (Achtung, denke dabei daran, dass die Datei höchstens 2 MB groß sein darf – Kameraeinstellung am Handy auf 2 MB oder kleiner stellen oder aber das gemachte Foto komprimieren).
Als ihr für Pimpinello den Greifer so steuert, dass er an seine Kiste kommt, ist er voll des Lobes und gibt euch sofort seinen kompletten Vorrat an vierblättigen Kleeblättern. Nach einem Dank macht ihr euch sofort auf den Weg zurück zur Schneewichtelin, um ihr die Kleeblätter für die Heilung ihres Rentiers zu bringen.
Als ihr bei ihr ankommt und Eira die Kleeblätter gebt, hebt sie den Kopf mit einem unerwartet klaren, fast schimmernden Blick. Und in dem Moment, in dem du sie dann nach ihrer Weihnachtskugel fragst, verändert sich die Luft.
Eira atmet tief ein – ein leiser, kristallklarer Laut, wie das Knacken eines vereisten Zweigs. Ihr Brustkorb hebt sich, als würde eine Last von ihr genommen.
„Du hast mir die vierblättrigen Kleeblätter tatsächlich gebracht … ich kann den Heilzauber für ‘Lana’ sprechen … und du hast es ausgesprochen,“ flüstert Eira. Ihre Stimme klingt, als würde sie direkt aus einem Schneesturm geborgen werden – zart, aber voller Erleichterung. „Mein Name. Und die Frage. Der Bann… er ist gebrochen.“
Ein Lächeln huscht über ihr Gesicht, warm und gleichzeitig so winterlich klar, dass es fast selbst ein Zauber ist. Dann greift sie behutsam nach hinten, in die Falte ihres schneeweißen Mantels – dort, wo die Kälte sich wie ein Geheimnis sammelt. Mit beiden Händen holt sie eine Weihnachtskugel hervor, die so außergewöhnlich ist, dass die Welt für einen Moment stillzustehen scheint: Die Weihnachtskugel des Schnees.
„Hier… nimm sie,“ sagt Eira schließlich. Ihre Stimme zittert ein wenig, nicht vor Kälte, sondern vor Bedeutung. Sie legt die Kugel behutsam in deine Hände, als würde sie dir einen Schneesturm anvertrauen, der nur dir gehorcht.
Sie wirkt, als bestünde sie aus reiner, erstarrter Winterluft: vollkommen durchsichtig, glasklar, ohne Makel, als wäre sie nicht erschaffen worden, sondern aus einem einzigen Schneekristall gewachsen. Wenn du sie berührst, ist sie überraschend leicht – beinahe gewichtslos, als wolle sie sich jederzeit aus deinen Fingern lösen und davongleiten wie ein Schneeflockenwirbel. Im Zentrum dieser Kugel glimmt ein sanftes, silbriges Weiß – kühl, aber lebendig, wie der Atem des tiefsten Winters. Es pulsiert langsam, ruhig, wie ein schlafender Stern. Immer wenn es etwas heller aufflackert, zeichnen sich auf der inneren Oberfläche feine Muster ab: Eiskristallfiligran, das in komplexen Hexagonen aufleuchtet; zarte Schneesterne, die erscheinen und wieder verschwinden; Wirbel, die aussehen wie tanzende Schneeflocken in einem Windstoß. Drehst du die Kugel, bricht sich das Licht in tausenden mikroskopisch kleinen Kristallfasern, die im Glas verwoben sind. Sie glitzern wie gefrorene Spinnenfäden im Mondschein. Ein bläulicher Schimmer huscht über die Oberfläche, so sanft wie das Licht eines klaren Winterabends. Diese Kugel ist kein Gegenstand. Sie ist Winter selbst – gezähmt, gebündelt, bewahrt.
„Bitte… rette uns. Und danke, dass du mich befreit hast.”, fährt die Schneewichtelin fort, “Aber nun müsst weiter zum Gamingwichtel Pixelbart am Rande des Waldes. Er hat zwar keine Kugel aber ich meine, er weiß, bei wem ihr noch eine finden könntet. Folgt einfach dem schmalen Pfad dort hinten.“
Dir bleibt nur ein hauchzartes „Dankeschön“, kaum mehr als ein Atemzug. Tomte bringt dir einen bunt gewebten Stoffrucksack, und mit größter Vorsicht lässt du die schimmernde Schneekugel darin verschwinden.
Ein letzter silbriger Funke tanzt auf deiner Handfläche – ein letzter Gruß der Schneewichtelin. Dann macht ihr euch auf dem Pfad auf den Weg zum Gaming-Wichtel.
Er wohnt in einer kleinen Wichtelhütte, die eigentlich nur aus einem Zimmer zu bestehen scheint, als ihr nach mehrfachem Klopfen eintretet.
Das gemütliche Innere eines Wichtelhauses ist vollständig aus Holz gefertigt und warm beleuchtet. Vor euch sitzt der Gaming-Wichtel Pixelbart an einem rustikalen Schreibtisch. Er trägt eine rote Wichtelmütze, ein Headset und hält konzentriert einen kabelgebundenen Gamecontroller in den Händen. Auf dem Schreibtisch vor ihm steht ein großer Bildschirm, davor liegt eine beleuchtete Tastatur. Auf dem Bildschirm läuft ein fantasievolles Wichtel-Videospiel: Zu sehen ist ein großer, reich verzierter Wichtelkuchen mit Kerzen, umgeben von einer märchenhaften Waldkulisse und kleinen Wichtelfiguren. Einen Moment seht ihr einen Titelscreen aufblitzen. Da steht Clash of Cakes. Das Spiel wirkt bunt, verspielt und Pixelbart ist voll konzentriert. Unter dem Schreibtisch steht ein PC-Tower, der sichtbar per Kabel mit dem Monitor und dem Controller verbunden ist. Auf dem Boden rund um den Tisch und ein Regal liegen verschiedene Computerutensilien und Gegenstände verstreut, darunter Kopfhörer, CDs, Bücher und Kabel, was dem Raum eine lebendige, leicht chaotische Gaming-Atmosphäre verleiht.
Als ihr Pixelbart ansprecht, zuckt er zusammen, stoppt das Spiel und dreht sich zu euch um.
“Was macht ihr den hier?”, moppert er euch an, “Ist der Tag nicht schon schlimm genug? Wichtelnite hat ein riesiges Update. Das dauert Stunden und Wichtelza Horizon ist auch gerade abgestürzt und ich kann solange nur Clash of Cakes spielen.”
“Wichtelnite? Wichtelza Horizon? Was soll das denn sein?” fragt Tomte irritiert.
“Oh, Mann. Von wo kommt ihr denn? Keine Ahnung, was?”, antwortet Pixelbart automatisch aber ziemlich genervt, “Wichtelnite ist mein liebstes Spiel neben Wichtelza Horizon. Bei Wichtelnite schlüpfen alle Spieler schlüpfen in die Rolle verschiedener Wichtel-Charaktere mit individuellen Outfits, Mützen, Bärten und Werkzeugen. Sie nutzen fantasievolle Gegenstände wie Zuckerstangen-Armbrüste, Schneeballkanonen, Keksbomben oder magische Holzhammer, um sich im Wichtel-Royal-Modus solange zu finden und zu battlen bis nur noch einer übrig ist und der gewinnt. Klar das bin dann meist ich. Na und Wichtelza Horizon ist doch das Wichtel-Rennspiel überhaupt.”
“Ok.”, sagst du verblüfft, “Eigentlich wollten wir dich um deine Wichtelkugel bitten. Wir wollen alle Wichtel hier aus der Schneekugel befreien und brauchen dafür alle mächtigen Weihnachtskugeln. Pixelbart, kannst du uns viellicht sagen, wo wir die nächste bekommen? Es müsste eine Kritallkugel sein.”
“Heute ist eh alles genal.”, murrt Pixelbart, “Aber ihr könntet mir wenigstens bei meinem Problem in Clash of Cakes helfen, bevor ich euch eine Antwort gebe. Schaut mal.”
Er startet sein Spiel wieder und manöveriert einen Mini-Wichtel mit seinem Controller um einen riesigen Kuchen. hin zu eine Tür, die in eine Kuche führt. Dort wendet sich der Mini-Wichtel des Spiels um, und spricht:
“Ich habe den ganzen Tag gebacken. Himbeerkuchen mit Schokoladenglasur. Zum Backen habe ich sogar meine Spezialkuchenform benutzt. Das ist mein Lieblingskuchen! Allerdings hat sich jetzt mein Bruder angekündigt, er wird gleich hier sein. Und das Problem ist, dass er sicherlich auch etwas von dem Kuchen abhaben will. Ich muss ihn jetzt also gerecht teilen, so dass jeder von uns beiden ein gleichgroßes Stück bekommt. Ihr könntet den Kuchen jetzt natürlich waagerecht durchschneiden, aber dann bekommt einer von uns ja nichts von der leckeren Schokoladenglasur ab. Das geht natürlich nicht. Nein, wir müssen irgendwie einen Schnitt machen, der zu zwei gleich großen Teilen führt, die beide auch Schokoladenglasur haben. Man kann natürlich auch um die Ecke schneiden, aber bitte teilt den Kuchen nur in 2 Stücke, ansonsten beschwert sich mein Bruder. Er beschwert sich ja über alles, auch wenn sein Kuchenstück am Ende anders aussieht als meins. Beide Stücke müssen also genau identisch aussehen. Könnt ihr mir helfen? Schaut mal so sieht mein Kuchen aus.” Das Bild wechselt und ihr seht diesen merkwürdig geformten Kuchen:
Pixelbart hält das Spiel wieder an: “Na. Seht ihr mein Problem? Wie soll ich den Kuchen denn mit einem Schnitt in zwei identische Teile schneiden? Habt ihr eine Idee?
Aufgabe Nr. 19: Na, wie steht es mit einer Idee?
Die Aufgabe ist also, einen Schnitt auf dem Kuchen einzuzeichnen (, der auch um die Ecke gehen darf), bei dem der Wichtel am Ende 2 gleich große Stücke hat, die auch noch gleich aussehen.
Sendet uns eure Antwort über “Des Rätsels Lösung” und erhaltet dafür 8 Punkte.
Wenn ihr heute noch richtig antwortet bekommst ihr, wie jeden Tag, einen Extrapunkt.
Gebt euren Team-/ Namen an und schreibt zudem in das Textfeld Rätselnummer “Lösung Rätsel 19”.
Denkt daran, dass ihr euch erst mit eurem Benutzernamen einloggen müsst, bevor ihr ein Rätsel über den Menüpunkt “Des Rätsels Lösung” einsenden könnt. Wie immer könnt ihr uns die Lösung auch als Foto davon mailen (Achtung, denkt dabei daran, dass die Datei höchstens 2 MB groß sein darf – Kameraeinstellung am Handy auf 2 MB oder kleiner stellen oder aber das gemachte Foto komprimieren)
Es ist eine längerer Marsch, aber Lumo kennt den Weg genau. Er führt euch durch Tannen, Schneewehen, kleine Senken und an einigen Wichtelhäusern vorbei. Endlich kommt ihr dem Haus des Kräuterwichtel näher. Pimpinello steht draußen im Schnee vor seinem kleinen, gemütlichen Holzhäuschen. Die runde Holztür sieht sehr klein für ihn aus, aber als du es erwähnst, lacht Lumo nur.
“Nein,”, lacht er, “Wir kommen von hinten an das Haus. Das ist doch nur die Tür für seine Katze Touba. Pimpinello hat sie nach einem Kaffee aus dem Senegal benannt, der schwarzen Pfeffer enthält. Er wollte schon immer einen ungewöhnlichen und starken Namen für seine Katze mit ihrer sehr eigenen Persönlichkeit.”
Als du Pimpinello genauer betrachtest, siehst du, dass er, wie so viele Wichtel, einen weißen Rauschebart hat und eine rote Zipfelmütze, eine grüne Schürze sowie braune Stiefel trägt. Sein Gesicht wirkt freundlich und warm, mit rosigen Wangen und einem sanften Lächeln. In seiner Hand hält er ein Kleeblatt.
Hinter ihm strahlt warmes gelbes Licht aus dem Fenster des Häuschens. Auf der Fensterbank und an den Fenstersprossen hängen und stehen verschiedene Kräuter. Das Dach seines Häuschens ist mit einer dicken Schneeschicht bedeckt und der nächtliche Himmel ist dunkelblau mit verstreuten Sternen.
“Hallo Pimpinello,” ruft Lumo, “Hey, du hast ja ein Kleeblatt. Toll, wir müssen dich nämlich dringend etwas fragen.”
“Gut,”, brummt Pimpinello gut gelaunt, “Kommt mit ins Haus. Schaut mal. Das hier ist eines meiner letzten Kleeblätter. Es hat zwar nur drei Blätter, aber es ist wunderschön. Der Klee ist so selten geworden.”
Ihr folgt dem Kräuterwichtel ins Haus und Lumo stellt Tomte und dich schnell vor, bevor er von eurem Vorhaben, das Wichteldorf aus der Schneekugel zu befreien, berichtet.
“Dafür brauchen wir vierblättrige Kleeblätter.”, ergänzt du, “Und zwar genau …” Du beugst dich vor und flüsterst ihm die Anzahl leise ins Ohr.
Der Kräuterwichtel ist entsetzt. “Das ist ja mein kompletter letzter Vorrat. Das kann ich doch nicht machen.”
“Bitte, Pimpinello,” fleht Lumo ihn an, “Es ist unsere einzige Rettung, um wieder frei zu werden. Wir würden auch etwas für dich machen, wenn du etwas brauchst.”
Da schleicht sich ein breites Grinsen auf Pimpinellos Gesicht: “Ich hätte da schon eine Idee.”
Er führt euch etwas abseits zu einem Lagerhaus und spricht: “Hier lagern alle meine Kräuter. Ich muss die Kisten umsortieren. Die sind aber so schwer, dass man sie nur mit dem Kistengreifer bewegen und umstapeln kann. Ich habe es schon x-Mal versucht, denn ich muss an die hell-orange Kiste, denn da ist Pupur-Sonnenhut drin, den ich ins Dorf liefern soll. Ich bekomme es einfach nicht hin. Wenn ihr es schafft, sind die vierblättigen Kleeblätter die euren. Hier bitte: das ist das Bedienmodul, mit dem ihr den Greifer steuern könnt. Es gibt Tasten für: Hoch – Links – Rechts – Runter und Greifer auf und Greifer zu. Eigentlich ist die Bedienung ganz einfach. Ihr müsst halt in der richtigen Reihenfolge drücken. Wenn ihr rechts oder links drückt fährt der Greifer immer eine halbe Nummer zur Seite. Im Moment steht er an Position 2. Wir können die hell-orange Kiste nur herunternehmen, wenn sie auf Position 1 steht und nichts mehr auf ihr draufsteht. Man darf nicht mehr als drei Kisten hoch stapeln, sonst kippen die Kisten um. Na, dann mal los.”
Aufgabe Nr. 18: Jetzt seid ihr an der Reihe. Teilt uns mit in welcher Reihenfolge ihr die Knöpfe drückt. Teilt uns die Reihenfolge eurer gedrückten Knöpfe mit. Die Möglichkeiten sind:
Hoch – Links – Rechts – Runter und Greifer auf und Greifer zu
Es gibt die Positionen 1 bis 7 und wenn ihr rechts oder links drückt fährt der Greifer immer eine halbe Nummerzur Seite. Start ist bei Nummer 2.
Info zum Herunterfahren: Ein Greifer fährt (a) immer herunter bis zu einer Kiste, um diese zu greifen, oder (b) soweit herunter bis die Kiste, die ggf. bereits im Greifer ist, auf dem Boden oder einer anderen Kiste ankommt.
Sendet uns eure Antwort über “Des Rätsels Lösung” und erhaltet dafür 10 Punkte.
Wenn ihr heute noch richtig antwortet bekommt ihr, wie jeden Tag, einen Extrapunkt.
Gebt euren Team-/ Namen an und schreibt zudem in das Textfeld Rätselnummer “Lösung Rätsel 18”.
Denkt daran, dass ihr euch erst mit eurem Benutzernamen einloggen müsst, bevor ihr ein Rätsel über den Menüpunkt “Des Rätsels Lösung” einsenden könnt. Wie immer könnt ihr uns die Lösung auch als Foto davon mailen (Achtung, denkt dabei daran, dass die Datei höchstens 2 MB groß sein darf – Kameraeinstellung am Handy auf 2 MB oder kleiner stellen oder aber das gemachte Foto komprimieren).
Als ihr um ein paar dichte Tannen herumgeht, öffnet sich dahinter eine größere Lichtung, die mit Schnee bedeckt ist. Eine scheinbar mit dem Schnee verschmelzende Wichtelin steht hier inmitten des winterlichen Waldes, der nun wie ein Zauberwald wirkt.
“Das ist die Schneewichtelin oder – eh – die Eiswichtelin.”, flüstert Lumo, “Ich bin ihr aber noch nie begegnet, denn sie liebt die Einsamkeit. Ursprünglich war sie die Herrscherin des Winters und hilft heute bisweilen dem Weihnachtsmann. Manche Wichtel nennen sie die Eiskönigin. Man erzählt sich, sie sähe immer freundlich aus, aber man sagt auch, ihre Stimmung könne sich schnell wandeln. Wir sollten vorsichtig sein.”
Du schaust genauer hin und bemerkst, dass sie einen langen, warm aussehenden Mantel in eisigem Blau trägt , der mit hellem, flauschigem Pelz besetzt ist. Ihre Mütze ist ebenfalls blau und hat eine kleine Schneebommel am Ende. Lumo hat recht mit dem freundlichen Aussehen. Ihr Gesicht wirkt rund, freundlich und warm lächelnd – mit roten Wangen, einer Knollnase und großen, leuchtenden Augen. In ihrer rechten Hand hält sie ein funkelndes Eiszepter, dessen Spitze wie eine leuchtende Schneeflocke geformt ist. Das Licht des Zepters wirft ein sanftes blaues Leuchten auf ihr Gesicht und die Umgebung. Unmittelbar neben ihr steht ein Rentier an einem offenen, weißen Schlitten. Das Rentier wirkt gutmütig und aufmerksam, mit einem fein gezeichneten Geschirr und sanft geschwungenen Hörnern. Der Schlitten ist kunstvoll verziert und wirkt handgeschnitzt, ganz in hellen Frosttönen. Mit Zaumzeug sind das Rentier und der Schlitten verbunden. Es erinnert dich sofort an das Rentier, das ihr am Haus des Weihnachtsmannes mit eine Möhre gefüttert habt.
Hinter der Eiswichtelin und dem Rentierschlitten ragt ein Wichtelhaus aus Eis empor. Es glitzert und schimmert, wie aus Schneekristallen gebaut, mit vereisten Dächern, Eiszapfen und einem warmen, blauen Leuchten aus dem Inneren. Am Himmel funkeln kleine Sterne und feine Schneeflocken fallen herab. Rundum die Lichtung stehen hohe Tannen, dunkel und verschneit, ja – fast märchenhaft.
Der Ausdruck im Gesicht der Schneekönigin ändert sich und es wird klar, dass die Wichtelin verärgert ist. Unmittelbar ändert sich auch das Licht und die Atmosphere. Hattest du eben noch den Eindruck, als sei hier eine fröhliche Wichtelin in hell strahlendendem Winterglanz, so wirkt sie nun düsterer und auch der Himmel scheint sich abzudunkeln.
Die Stimmung ist frostig, spannungsgeladen und ein wenig unheimlich – ganz anders als bei freundlichen Wichtelin, der ihr noch vor wenigen Sekunden begegnet seid. Ihr weißer, schöner Bart ist verschwunden und ihr Gesicht ist nun schmal, kantig und hart, fast wie aus gefrorenem Stein oder Eis gemeißelt. Die Wangen sind jetzt eingefallen, die Lippen zu einem strengen, eisigen Ausdruck zusammengepresst. Wo eben noch ein Lächeln zu sehen war, ist nun ein faltenumsäumter nach unten gebogener Lippenzug zu sehen. Über allem aber dominieren ihre glühenden, frostblauen Augen, die direkt in euere Seelen zu blicken scheinen. Sie leuchten so hell, dass sie die umliegenden Gesichtspartien bläulich erstrahlen lassen. Die Stirn ist zornig gerunzelt, und ihre nun langen, spitzen Ohren ragen angespannt unter ihrer Mütze hervor. Die Schneewichtelin trägt immer noch ihre dicke, eisblaue Wintermütze mit hellem Fellrand, passend zu ihrem schweren, pelzbesetzten Mantel aber sie scheint grober zu sein. Die gesamte Kleidung wirkt zwar immer noch winterwarm, aber dennoch gleichzeitig so frostig, wie die Eiskönig selbst – als wäre sie nicht aus Stoff, sondern aus sanft gefrorenen Wolken gefertigt. In ihrer Hand ragt immer noch ihr glänzendes Eiszepter. Doch die Spitze ist nicht mehr länger eine verspielt anmutende Schneeflocke, sondern ein zwar kunstvoll geformter, aber eher hart anmutender Eisstern. Er mutet hart aber fast durchsichtig an, und strahlt ein eigenes, kaltes Licht aus.
Um euch herum ist alles in ein dunkles, winterliches Nachtblau getaucht, in dem immer noch feine Schneeflocken schweben. Das kalte Licht des Zepters lässt sie funkeln wie kleine Kristalle.
“Was wollt ihr hier?”, herrscht die Eiskönigin euch an, “Anwortet, sonst verwandelt ich euch alle drei in Schneemänner.”
Du willst anworten, doch deine Stimme scheint wie eingefroren zu sein und dir nicht mehr zu gehorchen.
“In Schneemänner?”, gelingt es Lumo zu krächtzen, “Wir wollen doch nur mit dir reden.”
Du merkst, wie sich das zuschnürende Gefühl um deinen Hals etwas löst und schaffst es nun auch mit Mühe dich verständlich zu machen: “Wir wollen doch das Wichteldorf retten und es aus der Schneekugel holen.”
“Mumpiz.”, hörst du die Schneekönigin sagen, “Das kann niemand. Krampus hat ganze Arbeit geleistet. Ich, die mächtige Eira, kann besser zaubern als jeder hier und bin nicht in der Lage seine Magie zu brechen.”
Angestrengt röchelst du: “Eira. Du könntest uns deine Weihnachtskugel geben. Du hast doch sicher eine in deinem Besitz. Zusammen mit den anderen Weihnachtskugeln können wir mit ihrer Hilfe die Magie des Krampus brechen.”
“Mein Name. Die Frage nach der Kugel – Ah. Hilfe.”, hörst du Eira flehen.
Ein feines, frostiges Leuchten beginnt um sie herum zu tanzen, als hätten winzige Schneekristalle beschlossen, sich mitten im Stillstand zu bewegen. Die Luft flimmert wie über frisch gefallenem Schnee, wenn Mondlicht darauf trifft. Ein Hauch Magie liegt zwischen euch, zart und leicht, aber so deutlich, dass Lumo und Tomte im Kampf gegen die magische Umklammerung inne- und den Atem anhalten. Ein flimmerndes Schneeflockenband entsteht zwischen euch und die magische Umklammerung der Schneekönigin löst sich von euch. Doch die Verbindung erstirbt rasch wieder, als sei sie nie existent gewesen. Dann verwandelt sich die Schneekönigin wieder in die freundliche Schneewichtelin zurück.
“Du bist der Fremde?” fragt Eira und hebt zögerlich den Blick auf dich, bevor sie ohne eine Antwort abzuwarten fortfährt, “Aber meine Kugel kann ich dir nicht geben. Sie ist außer meiner Magie, meinem Haus und meinen beiden Rentieren alles, was mir in der Einsamkeit verblieben ist.”
Als du eindringlich erklärst, wie wichtig die Kugel sei, um die Wichtel und somit auch die Schneekönigin selbst aus der Schneekugel zu befreien, wiegt sich die Schneewichtelin hin und her und antwortet schließlich. “Nun gut. Ich will Sie dir geben. Aber nur, wenn du mir auch zur Seite stehst. Schau mein zweites Rentier ‘Lana’ ist krank. Ich könnte es gesund zaubern, aber dafür ist starke Magie nötig. Die notwendigsten magischen Gegenstände habe ich nicht hier. Ich kann sie zwar erschaffen, aber mir fehlt die wichtigste Grundlage: der vierblättrige Glücksklee. Und der ist hier in der Schneekugel sicher nicht leicht zu beschaffen.”
“Wir werden alles versuchen.”, versprichst du sogleich, “Wieviel Glücksklee benötigt ihr denn?”
“Nun,” erklärt die Schneekönigin und ein Lächeln umspielt ihr freundliches Gesicht, “aus zwei vierblättrigen Glückskleeblättern kann ich ein einen ‘Beutel der Objekte’ erschaffen, aus dem man einmal Kraft ziehen kann, die als Grundlage für magische Gegenstände dienen kann. Aus einem ‘Beutel der Objekte’ und zwei weiteren vierblättrigen Glückskleeblättern kann ich einen ‘magischen Spiegel’ in diese Welt bringen, der in der Lage ist die Zukunft zu ändern. Mit einem ‘Magischen Spiegel’ und einem weiteren vierblättrigen Glückskleeblatt kann ich dann auch mit einem Zauber ein mächtiges ‘Grimoire’, das Zauberbuch ‘Clavicula Salomonis’, den ‘Schlüssel Salomons’ heraufbeschwöchen. Und wenn ich einen ‘Beutel der Objekte’ mit einem ‘magischen Spiegel’ und einem ‘Grimoire’ kombiniere, kann ich jede Krankheit heilen und so mein liebes Rentier retten.”
“Dann benötigst du wirklich nur Glückkleeblätter, damit alles möglich wird?”, rufst du aufgeregt.
“Ja, so ist es. Nur Glücksklee. Alles weitere macht meine Magie.”, sagt die Schneewichtelin nickend.
Gut, dann machen wir uns sofort auf den Weg und bringen dir so schnell es geht den Glücksklee. Dafür musst du uns dann aber auch dein Wort geben, dass du uns deine Kugel geben wirst.”
“So sei es. Aber eilt. ‘Lana’ ist schon schwach und liegt im Stall hinter dem Haus.”, antwortet die Schneekönigin, dreht sich um und geht mit ihrem Rentier in Richtung ihres Hauses.
Ihr dreht euch um und geht los. Lumo weist die Richtung.
“Wir müssen zum Kräuterwichtel. Er heißt Pimpinello und ist unsere einzige Chance. Es ist viel zu kalt dafür, dass Glücksklee wachsen könnte.”, meint Lumo, “Aber ich denke, Pimpinello wird sicher auch kaum etwas haben.”
“Ja, es bleibt nur eine Frage. Wieviele vierblättrige Glückkleeblätter brauchen wir nun?”, fragt Tomte ratlos.
Aufgabe Nr. 17: Jetzt heißt es nachdenken. Die Frage ist berechtigt: Wieviele vierblättrige Glückkleeblätter braucht ihr?
Hier nochmal die Zauberregeln:
Aus zwei vierblättrigen Glückskleeblättern kann die Schneekönigin einen ‘Beutel der Objekte’ erschaffen.
Aus einem ‘Beutel der Objekte’ und zwei weiteren vierblättrigen Glückskleeblättern kann sie einen ‘magischen Spiegel’ in diese Welt bringen.
Mit einem ‘magischen Spiegel’ und einem weiteren vierblättrigen Glückskleeblatt kann die Schneekönigin ein ‘Grimoire’ heraufbeschwören.
Wenn ein ‘Beutel der Objekte’ , ein ‘magischer Spiegel’ und ein ‘Grimoire’,kombiniert werden, dann kann das Rentier geheilt werden.”
Sende uns deine Antwort, wieviele vierblättige Kleeblätter ihr benötigt, über “Des Rätsels Lösung” und erhalte dafür 9 Punkte. Du kannst einfach die Anzahl nennen.
Wenn du heute noch richtig antwortest bekommst du, wie immer, einen Extrapunkt.
Gib dein Team/deinen Namen an und schreibe zudem in das Textfeld Rätselnummer “Lösung Rätsel 17”.
Denke daran, dass du dich erst mit deinem Benutzernamen einloggen musst, bevor du ein Rätsel über den Menüpunkt “Des Rätsels Lösung” einsenden kannst. Wie immer kannst du uns die Lösung auch als Foto davon mailen (Achtung, denke dabei daran, dass die Datei höchstens 2 MB groß sein darf – Kameraeinstellung am Handy auf 2 MB oder kleiner stellen oder aber das gemachte Foto komprimieren).
“Nun, das habt ihr ja hervorragend hinbekommen.”, dankt euch Volti.
“Vielleicht übelegst du es dir noch einmal, Volti,” antwortest du,”und gibst uns vielleicht doch deine Kugel? Es wäre wirklich wichtig. Nur wenn wir wirklich alle Weihnachtskugeln haben, kommen wir alle hier heraus und in die Freiheit.” “Eigentlich habe ich sie nie weggeben wollen,” brummt Volti, “aber gut, ihr habt mir geholfen und ich stehe in eurer Schuld.”
Kaum hat er das gesagt, bildet sich eine elektrische Verbindung zwichen dir und Volti. Funken rasen zwischen euch beiden hin und her und ein bruzelndes Stromgeräusch liegt in der Luft. Die Verbindung wird stärker geht in die Höhe eurer Herzen und endlich holt Volti hinter den Sicherungen im Elektokasten, die er beiseite klappt, aus einer sich auftuenden Vertiefung die Elektrokugel hervor.
Elektrizität rast in ihr. Blitze zucken, wie in Teslaspulen, in ihrem Inneren. Es saust um euch herum und plötzlich liegt die Kugel in deiner Hand, nur damit du sie schnell in deinen Rücksack zu den anderen legen kannst.
“Ihr braucht also alle Kugeln?”, fragt Volti noch einmal nach.
“Ja, auf jeden Fall. Aber im Moment haben wir keinen Ansatzpunkt, welche es sind und wo wir die restlichen Kugeln finden können.”, antwortet Lumo bevor du den Mund öffnen kannst.
“Nun, da kann ich helfen.” sagt er und geht zum Haus. Als ihr ihm folgt, findet ihr euch bald an einem Regal im Innenraum wieder. Volti nimmt einen tiefblauen Ordner herunter, blättert lange in ihm und findet das, was er sucht wohl weit hinten. Es ist ein Blatt, das er euch lächelnd mit den Worten reicht: “Hier ist eine Übersicht, welche Weihnachtskugeln es gibt. Ich musste das einmal für die Bürgermeisterin zusammenstellen. Ihr könnt das Blatt haben. Das Original ist eh bereits im Rathaus.”
Ihr nehmt das Blatt und schaut überrascht, welche Kugeln ihr schon habt und welche euch noch fehlen:
“Gut, dann fehlen uns noch die Schneekugel. die Kristallkugel, die Klangkugel und die Weihnachtskugel der Zeit”, sagt Tomte ein bisschen ernüchtert.
“Ja, wir sollten also nun nach der Schneekugel suchen.”, meinst du, “Aber wo sollen wir da suchen. Schnee gibt es hier im Inneren unserer Schneekugelwelt ja überall.”
“Ach, da fällt mir nur eine Wichtelin ein, die diese Kugel ihr eigen nennen könnte:”, wirft Volti ein, “Die Schneewichtelin.”
“Na, schön. Aber ich hörte sie soll gefährlich sein. Und wo kann man sie überhaupt finden?” fragt Tomte.
“Wo man sie findet, das weiß ich auch nicht genau.”, gibt Volti zu, “Aber ich hörte, dass sie auf einer Lichtung mitten im Wald ihr Haus hat. Aber der Wald ist groß und man kann leicht darin verloren gehen. Jedenfalls müsst ihr erst einmal in diese Richtung, um zum Wald zu kommen.”, erweist in eine Richtung, “Von einem Wichtel, der früher einmal zur Eiswichtelin gegangen ist und tatsächlich den Weg zurück geschafft hat, habe ich einmal einen Zettel mit einer Beschreibung und einer von ihm angefertigten Karte bekommen. Ich konnte damit den Weg jedoch nie finden.”
Volti weist in eine Richtung: “Da geht es in Richtung des Waldrandes.” Und schon macht ihr euch auf den Weg.
RätselaufgabeNr. 16:
Hoffentlich habt ihr den Weg nicht verloren. Sendet uns den Weg vom Waldrand bis in die Tiefe des Waldes. Nutzt die Hinweise und tragt den Weg in die Karte ein.
15 Punkte warten bei einer richtigen Antwort auf dich. Und wenn du heute noch richtig antwortest erhälst du auch dieses Mal einen Extrapunkt.
Maile uns die richtige Richtung und bestenfalls auch die Erklärung dafür. Sende uns deine Antwort über “Des Rätsels Lösung”. Gib dein Team/deinen Namen an und schreibe zudem in das Textfeld Rätselnummer “Lösung Rätsel 16”.
Denke daran, dass du dich erst mit deinem Benutzernamen einloggen musst, bevor du ein Rätsel über den Menüpunkt “Des Rätsels Lösung” einsenden kannst.
Wie immer kannst du uns die Lösung auch als Foto davon mailen (Achtung, denke dabei daran, dass die Datei höchstens 2 MB groß sein darf – Kameraeinstellung am Handy auf 2 MB oder kleiner stellen oder aber das gemachte Foto komprimieren).