11. Dezember 2025 – Die fünf Häuser

Vorsichtig wendest du dich an Aeriel:
„Hallo… Aeriel? Könnte ich nun vielleicht deine Weihnachtskugel bekommen? Dein Problem mit den Kerzen ist doch nun gelöst, oder?“

In dem Augenblick, in dem der Windwichtel Aeriel den klang deiner Stimme vernimmt, zuckt ein kleines, fast verlegenes Lächeln über sein Gesicht. Nur ein Hauch – leicht wie ein Windkuss – doch genug, dass die Luft um euch einen Moment lang heller zu wirken scheint. Dann beginnt es …

Zuerst ist da nur ein Luftflimmern, kaum mehr als ein feiner Hauch, in dem ein Zugwind kurz aufflackert. Dann beginnt die Luft zu tanzen – nicht dicht oder schwer, sondern schwebend, federleicht, als würden unsichtbare Strömungen aus jedem Spalt hervorwirbeln. Winzige Flirrpunkte erscheinen, wie schimmernde Staubteilchen, die sich vom Boden lösen und spiralförmig in die Höhe steigen. Ein sanftes, silbrigweißes Leuchten glimmt zwischen ihnen, so weich wie der Schein eines Sternes hinter hauchdünnen Wolken die der Wind vor sich herführt. Dann hörst du ein trockenes, flirrendes Wispern. Der Wind rauscht, kitzelt, trägt durch die Luft geheime Worte, die gerade eben noch hörbar sind. Ein kühler Duft weht heran – frisch, wach, lebendig. Er erinnert an den ersten Windstoß vor einem Sommergewitter, an hochfliegende Schneeflocken und den Atem der Berge. Ein Wind umhüllt euch, nicht stürmisch, sondern wie eine sanfte Hand, die Wangen und Gedanken zugleich streift. Aeriel greift in die Komode und eine alte Holzkiste hervor, die leicht im Durchzug zu vibrieren scheint. Mit einer Bewegung, die an ein spielerisches Dahingleiten erinnert, schiebt er einen losen Deckelteil zur Seite. Dor liegt sie die magische Weihnachtskugel von Aeriel. Es ist eine Kugel, die einen leichten, flimmernden Schimmer ausstrahlt. Dünne Windfäden steigen aus ihr auf, kräuseln sich und verschwinden wieder wie scheue Zeilen eines Gedichts. Aeriel händigt dir die Weihnachtskugel des Windes aus und sogleich hörst du ein leises Säuseln, als würde der Wind eins mit dir werden. Ein alter Windsegen klingt im Raum und du erkennst, dass die Kugel nichts Festes ist. Sie besteht aus reiner, lebendiger Luft, gehalten von einer unsichtbaren, schimmernden Hülle, die leicht vibriert wie die Oberfläche eines Windhauches. Im Inneren wirbeln winzige, leuchtende Windfädchen umeinander, wie zarte Spiralen, die tanzen. Kleine Funken erscheinen zwischen ihnen, flackern kurz wie Sternschnuppen und vergehen wieder. Ein eigenes kleines Wettersystem, ein Stück lebendiger Wind – frei, uralt und voller Zauber.

Und jedes Mal, wenn ein Funken aufflackert oder ein Windfaden seine Form ändert, siehst du für einen Herzschlag lang die neue Verbindung. Es ist Faden aus einer flirrenden Luftspur, der von der Kugel zu Aeriel und zu dir führt. Eine luftige, magische Verbindung, lebendig wie eine wandernde Brise. Dann vergeht er wieder und du kannst deinen Dank nur noch hauchen. Und auch die Windkugel findet ihren Weg zu den anderen Kugeln in deinen Rucksack..

„Durch die Tannen müsst ihr gehen… euch dreimal um eure Achse drehen und wieder zurück kommen. Dann seht ihr die fünf Häuser hier auf der Ebene. In vieren verstecken sich die nächsten Kugeln.“ wispert Aeriel, kaum lauter als ein Windhauch. Danach scheint er sich, vor euren Augen, wie in eine sanfte Boe aufzulösen.

Tomte übernimmt schnell die Führung durch die Tannen hinter dem Windwichtelhaus.
Ein Rauschen – der erste Dreh.
Wieder ein Rauschen – der zweite Dreh.
Ein letzer Schwund – der dritte Dreh.

Kaum habe ihr euch alle dreimal um die eigene Achse gedreht, schwankt die Luft – sie vibriert. Und wo eben noch nur das Windwichtelhaus stand, seht ihr nun 5 Häuser. Auf jeder Seite des Windwichtelhauses sind zwei weitere Häuser hinzugekommen. Ihr setzt euch in Bewegung – aber nach wenigen Schritten bleibt ihr mit einem Ruck stehen, gestoppt, wie an einer unsichtbaren Linie, die ihr nicht überschreiten könnt.

“Das linke Haus ist das Funkelkaminhaus.”, sprich Lumo ginsend vor Freude, “Ach wie lange habe ich es nicht mehr gesehen.
Das Funkelkaminhaus ist eher klein und wirkt freundlich gedrungen. Sein Dach ist hoch, ein wenig schief geneigt, und ganz oben sitzt ein großer, weicher Schneehut, der sich wie Watte über den Schornstein legt. Der Kamin selbst ist krumm wie der Finger eines alten Zauberers. Seine Fenster leuchten warm und laden euch ein.

“Und das zweite sanft geschwungene Haus ist das rundlich hoch.”, sagt Tomte versonnen. “Sein Dach fällt in einer runden Welle ab, fast wie ein weiches Tuch, das über einen Felsen gelegt wurde und die Schneeschicht macht es besonders voluminös. Schaut – der Eingang ist groß und sanft gewölbt, wie ein freundlicher Mund.”

“Ja, du hast Recht. Und das mittlere Haus das ist das Windwichtelhaus in dem wir eben noch Aeriel getroffen haben.” entfährt es dir.

“Das vierte Haus direkt rechts neben dem Windwichtelhaus ist ein Turmspitzenhaus“, erklärt Lumo.
Dieses Häuschen ist nicht hoch, aber dafür etwas breiter und es hat ein spitz zulaufendes Dach bedeckt mit Schnee. Rechts an der Seite sitzt sogar ein winziges Türmchen, mit einem winzigen Fenster. Es macht den Eindruck eines Zuhauses für eine Wichtel, der gerne lauscht, schaut und beobachtet.”

“Das Haus ganz rechts ist ein Kugelkuppelspitzenhaus.” erklärt Tomte weiter.
Es ist ein besonderes Haus und mancher würde sagen, vielleicht das eleganteste Haus von allen. Sein Dach ist hoch und schmal und es trägt ganz oben eine große, runde Schneekugel – fast wie eine Krone.
Die Fassade ist leicht schräg, aber in einer sehr harmonischen Form. Die Eingangstür ist hochgewölbt, die Fenster schmal und freundlich. Es wirkt wie ein freundlicher, alter Wächter am Rand der kleinen Häuserreihe.

Da taucht direkt neben euch ein alter Wichtel auf, der wie ein Wachmann gekleidet ist.

“Halt!”, ruft euch der Wachwichtel zu, obgleich ihr ohnehin nicht vorwärts könnt,
“Parolenkontrolle. Nur die klügsten Wichtel und Wanderer dürfen sich den fünf Häusern als ganzes nähern. Ihr könnt die Grenze erst überschreiten, wenn ihr mir sagt, wer die jeweiligen Erbauer des Funkelkaminhauses, des sanft geschwungenen Hauses, des Windwichtelhauses, des Turmspitzenhauses und des Kugelkuppelspitzenhaus sind. Das Wichtigste aber ist die Frage:
Wie heißt der Erbauer des Hauses, in dem das Wichtelzeichen der Mondsichel eine besondere Bedeutung hat?”

“Hier die Information, die jeder bekommt, der die Grenze überschreiten möchte. Überlegt euch eure Antwort gut – oder ihr könnt sofort zurück ins Wichteldorf heimkehren.” fährt der Wächterwichtel fort, “Wenn ihr die Parole sagen könntet ihr zum Beispiel direkt zum ersten der fünf Häuser gehen. Dort wohnt Erdwichtelin Bruna Bodenstern und sie freut sich immer über Besuch.”

Nun beginnt ihr zu übelegen, was ihr ihm antworten sollt.

Rätselaufgabe Nr. 11:

Überlegt nun sehr genau. Könnt ihr die Frage beantworten?

Für alle fünf richtigen Erbauer erhaltet ihr jeweils einen Punkt.
Für die Antwort nach dem Erbauer des Hauses, in dem das Wichtelzeichen die Mondsichel ist, bekommt ihr 4 Punkte.
Solltet ihr uns zudem eine Übersicht senden, aus der klar wird, wie alt welches Haus ist, welche Art von Weihnachtskugel sich in welchem Haus befindet, welche Herkunft die jeweiligen Hauserbauer haben und welche Wichtelzeichen zu welchem Haus gehören, so erhaltet ihr zudem 10 Punkte

Wie immer: Wenn ihr heute noch richtig antwortet erhaltet ihr einen Extrapunkt.

Hier nochmals die Textinformationen zum Download:

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Gebt euer Team/euren Namen an und schreibt zudem in das Textfeld Rätselnummer “Lösung Rätsel 11”.

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