08. Dezember 2025 – Frohe Weihnachten-Rufe

Es ist geschafft. Ihr habt herausgefunden, welcher Freund von Thymo den großen Weihnachtsstern ernten darf. Als du dem Gärtnerwichtel sagst, welchen Freund er abholen soll, treten ihm vor Glück Tränen in die Augen und er spricht:
“Meinen Glückwunsch! Du hast die Aufgabe mit Bravour gelöst. Ich und der große Weihnachtsstern stehen in deiner Schuld. Du hast meine Pflanzen-Weihnachstkugel wahrlich verdient.”

In dem Moment, als Thymo seine Worte ausspricht und beiläufig erwähnt, dass auch er eine besondere Pflanzen-Weihnachtskugel besitzt, verändert sich die Atmosphäre im Gewächshaus spürbar — sie wird vollkommen anders als zuvor.

Zunächst ist es nur ein kaum sichtbares Leuchten, das zwischen den Blättern der Smaragdfedern auftaucht und das zwischen den Traumrhododendren fortzuschweben scheint. Ein wunderlich flirrendes Grün erstrahlt im Raum, weich, wie das erste Licht eines Frühlingsmorgens. Dann hörst du ein sanft säuselndes Rascheln – nicht von Wind, sondern als würden die Pflanzen im Gewächshaus des Gärtnerwichtels nun selbst einen Atemzug nehmen und ein Farn scheint sich dir entgegen zu neigen.

Ein wundersam vertrauter und zugleich doch fremder Pflanzenduft breitet sich um euch herum aus, der dich ein wenig an taufrische Blätter, an wilde Minze, an feuchten Waldboden und eine Prise Zauber erinnert – eine grüne Magie. Nicht wild, nicht überwältigend, sondern tief, warmherzig und lebendig. Thymo, der Gärtnerwichtel mit seinen erdigen Händen und seiner moosgrünen Schürze, blinzelt überrascht, als die Verbindung zwischen euch wieder entstehet und stärker wird. Seine Augen wechseln in ein reflektierendes Tannengrün, beginnen sanft zu leuchten, als reagierten sie auf die Farbe des Zaubers selbst. Er tritt zu einem alten, verschlungenen Wurzelwerk am Rand des Gewächshauses, hebt ein Stück Moos an und öffnet eine kleine, in Holz eingelassene Klappe, die man ohne sein Wissen niemals bemerkt hätte. Dahinter liegt ein winziges Fach, aus dem ein sattgrüner Schimmer quillt. Als Thymo die Hand hineinlegt, entweichen ihm ein paar leise Worte, halb wie ein beruhigender Gärtnerspruch. Es klingt fast wie ein Dank an die Erde und die Flora.

Dann hebt er ein Säckchen aus dem Fach hervor, aus dem sofort ein weiches Leuchten dringt. Er öffnet es – und heraus kommt eine magische Weihnachtskugel, grün, wie das Herz eines unberührten Waldes. Doch die magische Kugel scheint nicht glatt zu sein: In ihrem Inneren ranken sich winzige, leuchtende Pflanzen, die wachsen und sich wieder zusammenziehen, als würden sie leben und atmen. Es wirkt, als trüge sie ein eigenes kleines Ökosystem in sich, ein Stück Leben in perfekter Balance.

Als Thymo dir diese wundersame Kugel zeigt, wächst die grüne Verbindung zwischen euch beiden noch einmal weiter auf, dieses Mal umso kräftiger. Ein einzelner leuchtender Faden schwebt von der Kugel zu dir, als würde sie dich erkennen. Du fühlst einen sanften Druck im Herzen, warm wie Vertrauen, dass dir die Kugel aussprechen möchten. Thymo atmet tief und lange aus – und du siehst, wie auch von ihm eine unsichtbare Schwere fällt. Die Linien auf seiner Stirn glätten sich, seine Hände werden locker und die Gießkanne fällt zu Boden. Als schließlich seine Schultern sinken, verblasst der Glanz der grünen Verbindung langsam wieder, wie Pflanzen, die sich abends zur Ruhe legen

„So“, murmelt Thymo, mit einem kleinen, stolzen Lächeln. „Dann hat auch mein Teil des Waldes seinen Weg zu dir gefunden.“

“Hast du eine Idee, wer eine weitere Weihnachtskugel besitzen könnte?”, fragst du Thymo vorsichtig.

“Leider nein.”, kommt die ein wenig traurige Antwort, “Ich bin hier meist allein und bin nur selten im Wichteldorf. Und wenn, dann bin ich meist bei meinen Freunden.”

“Dann müssen wir einfach suchen.”, schlägt Tomte vor und du nickst ein wenig ernüchtert, denn du warst dir so sicher gewesen, dass du hier eine weitere Fährte finden würdest.

Du bedankst dich bei ihm und legst die grüne Pflanzenkugel vorsichtig zu den anderen beiden in deinen Rucksack, den Lumo dir reichend geöffnet hält. Und während ihr euch zum Aufbruch wendet, scheinen die Pflanzen im Gewächshaus euch schweigend, aber wohlwollend zuzusehen — als hätten sie verstanden, dass du nun ein kleines Stück ihres Zaubers mit dir trägst.

Als ihr vor dem Gewächshaus seid, nimmst die die Kugel nochmals hervor. Doch nun scheinen die Pflanzen darin wieder erstarrt zu sein. Im Inneren entfaltet sich eine Welt zarter Farnwedel, die spiralförmig nach oben wachsen. Bläulich leuchtende Blumen öffnen zudem ihre Blütenblätter und scheinen selbst Licht auszustrahlen und dünne Ranken winden sich elegant nach oben und bilden verspielte, natürliche Ornamente. Aud dem moosigen Boden und an den Farnen glitzern nun kristallklare Edelsteine, die wie kleine Eisdiamanten zwischen den Pflanzen ruhen. Schnell steckst du die grüne Kugel wieder ein.

Als ihr durch das Labyrinth nach außen kommt hört ihr plötzlich Rufe. Es scheinen vier Rufende aus verschiedenen Richtungen zu sein. Ihr hört folgendes:

Stimme 1:

Stimme 2:

Stimme 3:

Stimme 4:

Lumo bleibt erstarrt stehen. Tomte ist ebenfalls wie paralysiert.
Endlich stammelt Lumo mit verschreckter Stimme.
“Das darf nicht sein. Das klingt nach den Perchten – böse Weihnachtsgeister, die mit uns hier vom Krampus eingeschlossen wurden. Eigentlich sind sie zwischen November und Januar in Österreich und Bayern zu finden und zwar hauptsächlich während der sogenannten Raunächte zwischen der Wintersonnenwende, das ist etwa am 21. Dezember, und dem Dreikönigstag am 6. Januar. Aber der Krampus hat drei von ihnen hier zu uns geschlossen, um uns auf ewig zu verärgern. Es kann also nur eine der vier Stimmen einer Person gehören, die wirklich einen Hinweis für uns besitzt.”

“Stimmt genau,”, fährt Tomte fort, “Wir müssen uns entscheiden, in welche Richtung wir gehen wollen. Aber wie bekommen wir heraus, wer hier ein Wichtel ist und wer die Perchten sind.”

“Ich weiß nur eins:”, erklärt Lumo, “Die Perchten sind böse. Sie lügen immer und zwar bei allem, was sie sagen. Ein Wichtel würde das nicht tun. Wichtel sagen in solchen Fällen immer nur die Wahrheit.”

Da hört ihr die vier Stimmen erneut:

Stimme 1:

Stimme 2:

Stimme 3:

Stimme 4:

“Ich glaube, ich weiß, in welche Richtung wir müssen”, lächest du.
Und schon läufst du los.

Rätselaufgabe Nr. 8:

Habt ihr es schon herausgefunden? In welche Richtung müsst ihr Laufen?
In Richtung von Stimme 1?
Oder in die Richtung von Stimme 2?
Oder ist die Richtung von Stimme 3 korrekt?
Oder in die Richtung von Stimme 4?

Für die richtige Lösung, die du uns schickst bekommst du 4 Punkte.
Wenn du uns erklären kannst, warum das so ist, dann bekommst du weitere 6 Punkte.
Wie immer gilt: Wenn du heute noch richtig antwortest bekommst du einen Extrapunkt.

Maile uns die richtige Richtung und bestenfalls auch die Erklärung dafür.
Sende uns deine Antwort über “Des Rätsels Lösung”.
Gib dein Team/deinen Namen an und schreibe zudem in das Textfeld Rätselnummer “Lösung Rätsel 8”.

Denke daran, dass du dich erst mit deinem Benutzernamen einloggen musst, bevor du ein Rätsel über den Menüpunkt “Des Rätsels Lösung” einsenden kannst.

Wie immer kannst du uns die Lösung auch als Foto davon mailen
(Achtung, denke dabei daran, dass die Datei höchstens 2 MB groß sein darf – Kameraeinstellung am Handy auf 2 MB oder kleiner stellen oder aber das gemachte Foto komprimieren).