22. Dezember 2025 – In der Wichtelschule

Als ihr Bitbert sagt, welche Katze es ist die miaut hat und die der Bürgermeisterin gehört, lacht er und sagt: “Wusste ich es doch. Ihr habt es raus. Meine Kugel könnt ihr gern haben, die liegt hier ohnehin nur rum. Ich habe viel zu viel zu tun, um mich mit so einem Kram zu beschäftigen.”

Kaum hat er das gesagt, greift er in einen kleinen IT-Schrank und holt eine verknitterte Papiertüte hervor und drückt sie dir in die Hand. Du greifst hinein und holst Bitberts Weihnachskugel hervor. Die Klang-Weihnachtskugel wirkt auf den ersten Blick still – beinahe unscheinbar. Doch schon nach wenigen Herzschlägen merkst du:
Ihre Ruhe ist nur das Sammeln von Klang.

Die Kugel ist aus einem klaren, leicht milchigen Material gefertigt, das an gefrorenen Tau erinnert. Ihre Oberfläche schimmert sanft in Perlmuttfarben – Silbertöne, warme Goldschleier und ein Hauch von Blau wechseln sich ab, je nachdem, wie man sie bewegt. Wenn Licht auf sie fällt, scheint es nicht nur reflektiert, sondern in leisen Wellen weitergetragen zu werden, als würde die Kugel Licht hören können. Im Inneren schweben feine, ringförmige Strukturen – wie hauchdünne Schallringe oder Kreise auf Wasser, nachdem ein Tropfen gefallen ist. Diese Ringe bewegen sich langsam, pulsierend, nie zufällig. Manchmal überlagern sie sich, manchmal lösen sie sich auf, als würden sie einem unsichtbaren Rhythmus folgen. Zwischen ihnen glimmen winzige Punkte, wie schlafende Noten, die darauf warten, geweckt zu werden. Ein sanftes Summen entsteht, tief und beruhigend, wie der Nachhall einer fernen Glocke unter Schnee. Dieses Summen passt sich deiner Atmung an. Atmest du ruhiger, wird der Klang weich und rund. Wenn man die Kugel leicht bewegt, erklingen feine Töne: ein leiser Glockenklang – wie von Eis, das sich berührt, ein warmer Holzton, als würde irgendwo ein alter Resonanzkörper mitschwingen, ein hauchzarter Windklang, fast wie das Flüstern einer Melodie, die man nur halb erinnert. Diese Klänge kommen nicht nur aus der Kugel – sie entstehen in ihr und breiten sich in der Umgebung aus, als würden sie den Raum selbst zum Klingen bringen.Dann leuchtet die Kugel kurz auf, warm und klar, und für einen Moment scheint die Welt selbst im Einklang zu sein.

Weißt du, wer die letzte Kugel besitzt? Die Kugel der Zeit?”, fragst du Bitbert.
Doch er schüttelt nur den Kopf.
“Nein, für so einen Quatsch habe ich mich nie interessiert. Ich kenne nur zwei Wichtelinnen, die so etwas wissen könnten.”

“Wer?”, ruft Lumo.

Meine beiden Lehrerinnen von der Wichtelschule: Fräulein Fichtelweiß und Mathilda Zapfenherz.”, antwortet Bitbert und erklärt euch schnell den Weg, der euch wieder in das Wichteldorf und dann zur Wichtelschule führt.

Als ihr bei der Schule ankommt, ist trotz der sehr frühen Uhrzeit gerade bereits Unterricht.

“Hallo ihr drei. Gut das ihr kommt.”, ruft Mathilda Zapfenherz, “Wir hatten ja extra nach Schulbegleitern für unsere schwächeren Wichtelschüler und Wichtelschülerinnen gefragt. Toll, dass ihr so schnell angekommen seid. Wir hatten erst Ende der Woche damit gerechnet, dass die Bürgermeisterin euch schickt.”

“Aber, wir …”, beginnt Lumo doch kommt nicht weiter, denn Mathilda Zapfenherz legt den Finger auf den Mund und fährt fort:
“Schshsh. Ruhe jetzt und stört nicht. Die Wichtelkinder haben gerade eine Aufgabe. Ihr seid eh nicht pünktlich zur ersten Stunde. Setzt euch einfach still hin. Wir klären den Rest später.”

Überrascht und etwas verschüchtert, bringt ihr kein Wort mehr heraus und setzt euch leise auf drei freie Stühle hinten in der Klasse.

Nach etwa zwanzig Minuten ist klar, dass keines der Wichtelkinder die Aufgabe zu lösen vermag und eine Wichtelkind in der hinteren Reihe meldet sich bis es aufgerufen wird: “Fräulein Fichtelweiß – Frau Zapfenherz. Wir schaffen das nicht. Können nicht mal unsere neuen Schulbegleiter zeigen was sie können und uns helfen?”

Fräulein Fichtelweiß lächelt: “Gut, Wenzel, dann fragen wir die drei einmal. Dann sehen wir direkt, ob sie hier eine gute Figur machen können.”
Sie schaut zu euch und erklärt euch die Aufgabe, die die Wichelkinder gerade lösen sollten:

“Die Kinder sollen die Wichteleisenbahn rangieren und die Wagons in der richtigen Reihenfolge ankoppeln. Die Wichteldampflok kann vorwärts und rückwärts fahren und
dabei beliebig viele Wagons ziehen und schieben. Jedes Mal, wenn ein Wagon angekoppelt oder ein Wagon abgekoppelt wird, zählt das als eine Rangieroperation.
Wie viele Rangieroperationen sind mindestens nötig, die Wagons in die richtige Reihenfolge zu bringen. Zu Beginn stehen die Zugwaggons in der Reihenfolge D-E-C-B-A. Wieviel man muss man mindesten rangieren, um die Reihung in alphabethiser Reihenfolge zu haben also A-B-C-D-E?”

Dann zeigt sie euch ein Bild der Wichteleisenbahn, wie sie zu Beginn aussieht, wenn die Wagons noch die Reihenfolge D-E-C-B-A haben:

So nun seht ihr es: Wagon D ist also rot. Wagon E ist gelb. Wagon C ist blau. Wagon B ist orange und Wagon A ist grün.”, erklärt Fräulein Fichtelweiß, “So, nun zeigt den Wichelkindern mal wie man die Lösung findet.”

Ihr schaut euch das Bild genau an und beginnt zu überlegen.

Aufgabe Nr. 22:

Sagt Fräulein Fichtelweiß und Mathilda Zapfenherz wieviel mal man mindestens rangieren muss. Man kann immer beliebig viele zusammenhängende Waggons an- und abkoppeln.

Sendet uns eure Antwort über “Des Rätsels Lösung” und erhaltet dafür 20 Punkte minus die Zahl der Rangierungen die ihr braucht. Findet ihr die Zahl, die man mindestens benötigt, so erhaltet ihr 2 Sonderpunkte.
Sagt, wieviel mal ihr rangiert und was ihr an oder abkoppelt. Schreibt uns also die einzelnen Fahr- und Koppelschritte beim An- und Abkoopeln. Am Ende muss die Reihenfolge der Wagons A-B-C-D-E sein.

Wenn ihr heute noch richtig antwortet bekommst ihr, wie jeden Tag, einen Extrapunkt.

Gebt euren Team-/ Namen an und schreibt zudem in das Textfeld Rätselnummer “Lösung Rätsel 22”.


Denkt daran, dass ihr euch erst mit eurem Benutzernamen einloggen müsst, bevor ihr ein Rätsel über den Menüpunkt “Des Rätsels Lösung” einsenden könnt.
Wie immer könnt ihr uns die Lösung auch als Foto davon mailen
(Achtung, denkt dabei daran, dass die Datei höchstens 2 MB groß sein darf – Kameraeinstellung am Handy auf 2 MB oder kleiner stellen oder aber das gemachte Foto komprimieren).