19. Dezember 2025 – Der Gaming-Wichtel und das Kuchen-spiel

Als ihr für Pimpinello den Greifer so steuert, dass er an seine Kiste kommt, ist er voll des Lobes und gibt euch sofort seinen kompletten Vorrat an vierblättigen Kleeblättern. Nach einem Dank macht ihr euch sofort auf den Weg zurück zur Schneewichtelin, um ihr die Kleeblätter für die Heilung ihres Rentiers zu bringen.

Als ihr bei ihr ankommt und Eira die Kleeblätter gebt, hebt sie den Kopf mit einem unerwartet klaren, fast schimmernden Blick. Und in dem Moment, in dem du sie dann nach ihrer Weihnachtskugel fragst, verändert sich die Luft.

Eira atmet tief ein – ein leiser, kristallklarer Laut, wie das Knacken eines vereisten Zweigs.
Ihr Brustkorb hebt sich, als würde eine Last von ihr genommen.

„Du hast mir die vierblättrigen Kleeblätter tatsächlich gebracht … ich kann den Heilzauber für ‘Lana’ sprechen … und du hast es ausgesprochen,“ flüstert Eira. Ihre Stimme klingt, als würde sie direkt aus einem Schneesturm geborgen werden – zart, aber voller Erleichterung. „Mein Name. Und die Frage. Der Bann… er ist gebrochen.“

Ein Lächeln huscht über ihr Gesicht, warm und gleichzeitig so winterlich klar, dass es fast selbst ein Zauber ist. Dann greift sie behutsam nach hinten, in die Falte ihres schneeweißen Mantels – dort, wo die Kälte sich wie ein Geheimnis sammelt. Mit beiden Händen holt sie eine Weihnachtskugel hervor, die so außergewöhnlich ist, dass die Welt für einen Moment stillzustehen scheint: Die Weihnachtskugel des Schnees.

„Hier… nimm sie,“ sagt Eira schließlich. Ihre Stimme zittert ein wenig, nicht vor Kälte, sondern vor Bedeutung. Sie legt die Kugel behutsam in deine Hände, als würde sie dir einen Schneesturm anvertrauen, der nur dir gehorcht.

Sie wirkt, als bestünde sie aus reiner, erstarrter Winterluft: vollkommen durchsichtig, glasklar, ohne Makel, als wäre sie nicht erschaffen worden, sondern aus einem einzigen Schneekristall gewachsen. Wenn du sie berührst, ist sie überraschend leicht – beinahe gewichtslos, als wolle sie sich jederzeit aus deinen Fingern lösen und davongleiten wie ein Schneeflockenwirbel. Im Zentrum dieser Kugel glimmt ein sanftes, silbriges Weiß – kühl, aber lebendig, wie der Atem des tiefsten Winters. Es pulsiert langsam, ruhig, wie ein schlafender Stern. Immer wenn es etwas heller aufflackert, zeichnen sich auf der inneren Oberfläche feine Muster ab: Eiskristallfiligran, das in komplexen Hexagonen aufleuchtet; zarte Schneesterne, die erscheinen und wieder verschwinden; Wirbel, die aussehen wie tanzende Schneeflocken in einem Windstoß. Drehst du die Kugel, bricht sich das Licht in tausenden mikroskopisch kleinen Kristallfasern, die im Glas verwoben sind. Sie glitzern wie gefrorene Spinnenfäden im Mondschein. Ein bläulicher Schimmer huscht über die Oberfläche, so sanft wie das Licht eines klaren Winterabends. Diese Kugel ist kein Gegenstand. Sie ist Winter selbst – gezähmt, gebündelt, bewahrt.

„Bitte… rette uns. Und danke, dass du mich befreit hast.”, fährt die Schneewichtelin fort, “Aber nun müsst weiter zum Gamingwichtel Pixelbart am Rande des Waldes. Er hat zwar keine Kugel aber ich meine, er weiß, bei wem ihr noch eine finden könntet. Folgt einfach dem schmalen Pfad dort hinten.“

Dir bleibt nur ein hauchzartes „Dankeschön“, kaum mehr als ein Atemzug.
Tomte bringt dir einen bunt gewebten Stoffrucksack, und mit größter Vorsicht lässt du die schimmernde Schneekugel darin verschwinden.

Ein letzter silbriger Funke tanzt auf deiner Handfläche – ein letzter Gruß der Schneewichtelin. Dann macht ihr euch auf dem Pfad auf den Weg zum Gaming-Wichtel.

Er wohnt in einer kleinen Wichtelhütte, die eigentlich nur aus einem Zimmer zu bestehen scheint, als ihr nach mehrfachem Klopfen eintretet.

Das gemütliche Innere eines Wichtelhauses ist vollständig aus Holz gefertigt und warm beleuchtet. Vor euch sitzt der Gaming-Wichtel Pixelbart an einem rustikalen Schreibtisch. Er trägt eine rote Wichtelmütze, ein Headset und hält konzentriert einen kabelgebundenen Gamecontroller in den Händen. Auf dem Schreibtisch vor ihm steht ein großer Bildschirm, davor liegt eine beleuchtete Tastatur. Auf dem Bildschirm läuft ein fantasievolles Wichtel-Videospiel: Zu sehen ist ein großer, reich verzierter Wichtelkuchen mit Kerzen, umgeben von einer märchenhaften Waldkulisse und kleinen Wichtelfiguren. Einen Moment seht ihr einen Titelscreen aufblitzen. Da steht Clash of Cakes. Das Spiel wirkt bunt, verspielt und Pixelbart ist voll konzentriert. Unter dem Schreibtisch steht ein PC-Tower, der sichtbar per Kabel mit dem Monitor und dem Controller verbunden ist. Auf dem Boden rund um den Tisch und ein Regal liegen verschiedene Computerutensilien und Gegenstände verstreut, darunter Kopfhörer, CDs, Bücher und Kabel, was dem Raum eine lebendige, leicht chaotische Gaming-Atmosphäre verleiht.

Als ihr Pixelbart ansprecht, zuckt er zusammen, stoppt das Spiel und dreht sich zu euch um.

“Was macht ihr den hier?”, moppert er euch an, “Ist der Tag nicht schon schlimm genug? Wichtelnite hat ein riesiges Update. Das dauert Stunden und Wichtelza Horizon ist auch gerade abgestürzt und ich kann solange nur Clash of Cakes spielen.”

“Wichtelnite? Wichtelza Horizon? Was soll das denn sein?” fragt Tomte irritiert.

“Oh, Mann. Von wo kommt ihr denn? Keine Ahnung, was?”, antwortet Pixelbart automatisch aber ziemlich genervt, “Wichtelnite ist mein liebstes Spiel neben Wichtelza Horizon. Bei Wichtelnite schlüpfen alle Spieler schlüpfen in die Rolle verschiedener Wichtel-Charaktere mit individuellen Outfits, Mützen, Bärten und Werkzeugen. Sie nutzen fantasievolle Gegenstände wie Zuckerstangen-Armbrüste, Schneeballkanonen, Keksbomben oder magische Holzhammer, um sich im Wichtel-Royal-Modus solange zu finden und zu battlen bis nur noch einer übrig ist und der gewinnt. Klar das bin dann meist ich. Na und Wichtelza Horizon ist doch das Wichtel-Rennspiel überhaupt.”

“Ok.”, sagst du verblüfft, “Eigentlich wollten wir dich um deine Wichtelkugel bitten. Wir wollen alle Wichtel hier aus der Schneekugel befreien und brauchen dafür alle mächtigen Weihnachtskugeln. Pixelbart, kannst du uns viellicht sagen, wo wir die nächste bekommen? Es müsste eine Kritallkugel sein.”

“Heute ist eh alles genal.”, murrt Pixelbart, “Aber ihr könntet mir wenigstens bei meinem Problem in Clash of Cakes helfen, bevor ich euch eine Antwort gebe. Schaut mal.”

Er startet sein Spiel wieder und manöveriert einen Mini-Wichtel mit seinem Controller um einen riesigen Kuchen. hin zu eine Tür, die in eine Kuche führt. Dort wendet sich der Mini-Wichtel des Spiels um, und spricht:

“Ich habe den ganzen Tag gebacken. Himbeerkuchen mit Schokoladenglasur. Zum Backen habe ich sogar meine Spezialkuchenform benutzt. Das ist mein Lieblingskuchen! Allerdings hat sich jetzt mein Bruder angekündigt, er wird gleich hier sein. Und das Problem ist, dass er sicherlich auch etwas von dem Kuchen abhaben will. Ich muss ihn jetzt also gerecht teilen, so dass jeder von uns beiden ein gleichgroßes Stück bekommt. Ihr könntet den Kuchen jetzt natürlich waagerecht durchschneiden, aber dann bekommt einer von uns ja nichts von der leckeren Schokoladenglasur ab. Das geht natürlich nicht. Nein, wir müssen irgendwie einen Schnitt machen, der zu zwei gleich großen Teilen führt, die beide auch Schokoladenglasur haben. Man kann natürlich auch um die Ecke schneiden, aber bitte teilt den Kuchen nur in 2 Stücke, ansonsten beschwert sich mein Bruder. Er beschwert sich ja über alles, auch wenn sein Kuchenstück am Ende anders aussieht als meins. Beide Stücke müssen also genau identisch aussehen. Könnt ihr mir helfen? Schaut mal so sieht mein Kuchen aus.”
Das Bild wechselt und ihr seht diesen merkwürdig geformten Kuchen:

Pixelbart hält das Spiel wieder an: “Na. Seht ihr mein Problem? Wie soll ich den Kuchen denn mit einem Schnitt in zwei identische Teile schneiden? Habt ihr eine Idee?

Aufgabe Nr. 19:
Na, wie steht es mit einer Idee?

Die Aufgabe ist also, einen Schnitt auf dem Kuchen einzuzeichnen (, der auch um die Ecke gehen darf), bei dem der Wichtel am Ende 2 gleich große Stücke hat, die auch noch gleich aussehen.

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